Ludwigshafen Ex-Trainer besiegt

. Mathias Schulz, der Trainer der FG 08 Mutterstadt II (Fußball-B-Klasse Rhein-Mittelhaardt Ost), war einst beim MSV Ludwigshafen Spieler von Coach Fritz Pfundstein. Der trainiert inzwischen die FG Dannstadt. Jetzt standen sich die beiden befreundeten Übungsleiter erstmals auf dem Platz gegenüber. „In der vergangenen Saison hat jeder von uns ein Derby verpasst. Jetzt hat es endlich geklappt“, sagt Schulz. Der 30-Jährige, der nicht mehr selbst spielt, hatte das besser Ende für sich. Nach einem 0:1-Rückstand, drehte die FG in der Endphase die Partie und gewann noch 2:1. Das Siegtor fiel erst in der Nachspielzeit. „Das tat mir fast ein bisschen Leid für Fritz“, gibt der Mutterstadter Trainer zu. Dannstadt sei ein starker Gegner gewesen, aber die Umstellung in der Pause habe geholfen. „In der zweiten Hälfte haben wir offensiver agiert, mehr Druck entwickelt, uns mit dem 1:1 nicht zufrieden gegeben und so das Blatt noch gewendet“, schildert Schulz den Verlauf. Mit dem Saisonauftakt und dem derzeitigen fünften Platz ist der junge Trainer, der in der zweiten Runde in Mutterstadt tätig ist, zufrieden. Zehn Punkte hat das Team aus fünf Partien geholt, obwohl das Programm einige gute Gegner bereithielt. Mitunter helfen Akteure aus der ersten Garnitur aus, an diesem Sonntag waren es drei. „Die erste Mannschaft hat einen großen Kader, da kann es immer mal passieren, das jemand bei uns spielt. Aber das ist nicht die Regel“, relativiert Schulz. Er hält die Liga für ausgeglichen und kann keine „Übermannschaft“ ausmachen. „Die meisten Spiele sind eng. Ob man die dann gewinnt, hängt von vielen Faktoren ab“, glaubt der Coach. Deshalb haben die Mutterstadter auch kein Saisonziel ausgegeben. „Nach der Hinrunde ziehen wir ein erstes Fazit. Dann können wir uns immer noch ein Ziel setzen“, bleibt Schulz zurückhaltend. Das große Plus der Mutterstadter ist der eingespielte Kader, der sich in der Sommerpause kaum verändert hat. Im Team stehen zahlreiche Eigengewächse – ein Merkmal der Vereinspolitik der Nullachter. „Fast alle haben eine enge Bindung zum Klub“, streicht Schulz den familiären Charakter heraus. Der Coach, dem Uwe Pirrung als spielender Co-Trainer und Nachfolger von Dirk Hahn assistiert, hat nur auf einer Position seine Fühler ausgestreckt. „Wir haben einen Torhüter gebraucht. Da habe ich mich an Mike Horder erinnert, mit dem ich beim MSV zusammengespielt habe“, erklärt Schulz. Zu diesem Transfer hätte ihm wohl auch Kollege Fritz Pfundstein geraten. |thl