Handball
Eulen vor erstem Heimspiel im neuen Jahr mit einigen Problemen
Mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger HSG Krefeld-Niederrhein (Mittwoch, 19.30 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle) steht für Eulen-Fans die nächste Premiere an. Diesmal gewährt der Handball-Zweitligist Eulen Ludwigshafen Dauerkartenbesitzern einen Bonus: Jeder, der eine Karte für alle Partien der laufenden Saison besitzt, darf eine weitere Person mit in die Halle bringen, die keinen Eintritt zahlen muss.
Von derzeit 1009 Besitzern von Dauerkarten haben sich bislang 150 gemeldet. „Wir hoffen, dass noch weitere dazukommen“, sagt Geschäftsstellenleiter Marcel Mayer, der die Idee der besonderen Zuschauergewinnung hatte. Die Möglichkeit besteht am Mittwoch von 10 bis 18 Uhr in der Geschäftsstelle. „Wir wünschen uns, dass diejenigen, die erstmals in die Halle kommen, Lust auf mehr bekommen“, erläutert Mayer, der nach seinem ersten Besuch bei den Eulen ebenfalls „hängen blieb“. Er hofft, dass an Aschermittwoch zwischen 1600 und 1700 Zuschauer den Weg in die Halle finden. „Es ist ein Mittwoch, dazu noch der Aschermittwoch. Ich hoffe, dass nach der tollen Handball-EM und trotz Olympia das Interesse am ersten Heimspiel unserer Eulen groß sein wird.“
Punkte im Abstiegskampf
Die Zuschauer und Fans sind das Herzstück der „Eberthölle“ und haben die Mannschaft stets getragen. Das soll auch diesmal so sein. Die Sieben von Cheftrainer Michael Haaß benötigt nach der vermeidbaren Niederlage bei TuSEM Essen jeden Punkt, um sich von der Abstiegszone abzusetzen. Der nächste Schritt soll gegen den Tabellenvorletzten aus Krefeld gelingen, der in der Winterpause personell nachgelegt hat, um den Ligaverbleib zu schaffen. Dabei bangen die Eulen um den Einsatz des Halblinken Friedrich Schmitt, der sich in Essen eine Rückenverletzung zugezogen hat. „Wir müssen einfach abwarten, ob ein Einsatz möglich ist“, sagt Haaß. Fehlen werden weiter Vincent Bülow und Nici Waldvogel.
Möglicherweise gibt es an diesem Abend weitere Neuigkeiten: Der Sportliche Leiter Christian Deller und Cheftrainer Michael Haaß arbeiten intensiv an der Kaderplanung für die kommende Spielzeit. Einige Verträge laufen zum 30. Juni 2026 aus. So ist die Zukunft von Alexander Falk und Leon Hein derzeit noch unklar. Auf dem linken Flügel sucht der Klub nach dem angekündigten Ende im Leistungssport von Tim Schaller einen Ersatz. „Wir werden unserer Philosophie treu bleiben und auf den talentierten Nachwuchs im deutschen Handball setzen“, verspricht Deller. Nach RHEINPFALZ-Recherchen soll im Sommer sogar ein Weltmeister den Weg nach Ludwigshafen finden. Unklar ist weiterhin die Zukunft von Torhüter Mats Grupe, der – wie aus Fachkreisen zu hören ist – mit dem ThSV Eisenach in Verbindung stehen soll.
Lizenzunterlagen einreichen
Die Personalplanung für die nächste Spielzeit bleibt eine Herausforderung. Dabei setzen die Eulen auf das Perspektivteam, das mit Noa Zeimet (TSG Haßloch) und Moritz Beltzer (Northeimer HC) neben Lennart de Hooge, Tilo Müller, Frederic Zepp und Loris Piccoli besetzt sein wird.
Auch wirtschaftlich müssen im Februar die Weichen gestellt werden. Spätestens am 2. März will Geschäftsführer Domenico Marinese die vollständigen Unterlagen bei der Handball-Bundesliga für die Lizenzierung für die Saison 2026/27 abgegeben haben. „Wir arbeiten gerade mit Hochdruck daran, die geforderten Unterlagen zusammenzustellen“, erklärte Marinese. Er ist zuversichtlich, dass die Eulen auch für die nächste Spielzeit die Lizenz erhalten. Die Sponsorensituation bewege sich wie in den Vorjahren.
Jugendzertifikat in Arbeit
Eine zusätzliche personelle Kraft für diesen Bereich, wie es Dyn-Gründer Christian Seifert empfohlen hat, sei für die Eulen kein Thema. Seifert hatte den Vereinen in der Bundesliga geraten, auf den Spieler 16, 17 oder 18 zu verzichten und stattdessen eine Person für den Vertrieb einzustellen. „Andreas Olbert unterstützt uns als Freelancer im Vertrieb, und das hilft uns sehr. Ich sehe hier für unsere Geschäftsstelle die derzeit beste Lösung“, so Marinese. Der Ortsvorsteher von Maudach hat als Fan und Dauerkarteninhaber seine Unterstützung angeboten und erweist sich als wertvolle Stütze.
Beim Vorhaben, das Jugendzertifikat der Handball-Bundesliga zu erhalten, sind die Eulen noch nicht so weit, um in Kürze den Antrag zu stellen. „Hierfür haben wir die ersten Schritte getan, aber das Paket, das hier gefordert wird, ist umfangreich und reicht von einer bestimmten Anzahl von lizenzierten und teilweise hauptberuflichen Trainern bis hin zu Schulkooperationen und einiges mehr. Das HBL-Zertifikat ist weiterhin unser Ziel. Ich rechne damit, dass wir in der Saison 2026/27 unseren Antrag hierfür bei der HBL stellen werden“, sagte Marinese.