Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen-Rechtsaußen Falk richtet nach Niederlage in Melsungen den Blick trotzig auf Sonntag

Eulen-Rechtsaußen Alexander Falk kam bei der Niederlage der Eulen gegen die MT Melsungen auf vier Treffer.
Eulen-Rechtsaußen Alexander Falk kam bei der Niederlage der Eulen gegen die MT Melsungen auf vier Treffer.

Am Ende stand bittere Enttäuschung. „Wir waren bis zur 50. Minute die bessere Mannschaft. Es ist sehr bitter, hier mit zwei Toren verlieren“, befand Alexander Falk nach der 23:25 (13:14)-Niederlage am Donnerstagabend bei der MT Melsungen frustriert.

„Wir gehen nur mit einem Tor Vorsprung in die Pause, da hätten wir höher führen müssen“, haderte der Rechtsaußen der Eulen Ludwigshafen. Dabei hatten sich die Gäste so viel vorgenommen. „Wir waren gut vorbereitet. Aber Melsungen hat halt auch eine unfassbare Qualität“, sagte der 23-Jährige. Er stand in Kassel in der Anfangsformation der Eulen und musste gegen den zum erweiterten Kader der Nationalmannschaft gehörenden MT-Linksaußen Michael Allendorf ran. Zuletzt beim Auswärtssieg gegen Hannover hatte Falk kein gutes Spiel gemacht, wie er hinterher selbstkritisch angemerkt hatte. „Das war kein guter Tag für mich“, meinte er dazu, dass er gleich seine ersten beiden Würde von Außen nicht hatte im Tor unterbringen können.

Damals kam Pascal Durak für ihn. Der machte ein Super-Spiel gegen die Hannoveraner – und Falk verbrachte den Rest der Partie auf der Bank. „Nach dem Spiel war das für mich aber sofort schon wieder gegessen. Es war völlig egal, weil wir gewonnen hatten“, sagte das Friesenheimer Eigengewächs.

Lieber schlechter gespielt und gewonnen

Diesmal lief es besser für ihn als in Hannover, wie im Hinspiel kam er am Ende auf vier Tore. „Ganz okay, aber ich hätte lieber schlechter gespielt und dafür gewonnen“, meinte er hinterher lapidar. Ein frühes Tor, einen Ball abgefangen, dann aber auch ein technischer Fehler und einige Fahrkarten – so seine Bilanz.

Die jüngste kurze Pause der Eulen über Pfingsten hatte auch Falk gut getan. „Das war aber gar keine Belohnung für den Sieg in Hannover, das hatten wir vorher wegen der hohen Belastung zuletzt schon so festgelegt“, war er froh, vor dem Spiel beim Tabellenachten MT Melsungen mal durchschnaufen zu können.

Denn die letzte Zeit war auch sonst für den Linkshänder aufregend: Der Student der frühkindlichen Erziehung im fünften Semester in Heidelberg, der später mal Grundschullehrer werden will, hatte ab Januar im Zuge seines Studiums zwei Monate lang ein Praktikum im Kindergarten gemacht. „Klar, wegen Corona waren nicht so viele Kinder da. Aber es hat trotzdem super viel Spaß gemacht, mich mit den Kindern zu unterhalten und zu spielen“, ist er sicher, mit seiner Berufswahl genau richtig zu liegen. „Im Studium selbst ist aber immer noch alles online“, erklärt er und freut sich aber schon darauf, auch mal wieder die Uni von innen zu sehen.

Melsunger Reaktion erwartet

Ihm war klar, dass bei Melsungen nach der Klatsche in Flensburg am Pfingstmontag eine Reaktion kommt. „Mir wäre es lieber gewesen, die hätten dort Unentschieden gespielt, das hätte es uns heute vielleicht leichter gemacht“, sagte er. Sein Meniskusverletzung am linken Knie, die ihn lange außer Gefecht gesetzt hätte, spürt er nicht mehr, „ich fühle mich wieder topfit, auch vom Kopf her“. Es hat aber drei, vier Spiele gedauert, bis er wieder voll drin war.

MT-Rückraumschütze Julius Kühn hatten die Eulen diesmal etwas besser im Griff als im Hinspiel, „dafür kommt der Simic rein und hält einen Ball nach dem anderen“, meinte Falk. Viel Zeit, der Niederlage groß nachzutrauern, haben die Eulen eh nicht. „Wir müssen jetzt schnell den Blick auf Sonntag und das Spiel gegen Balingen richten“, fordert Falk.

x