Handball Eulen Ludwigshafen unterliegen TV Großwallstadt

Drunter und drüber: Lars Röller verkürzt auf 24:28.
Drunter und drüber: Lars Röller verkürzt auf 24:28.

Beim Familientag der Eulen Ludwigshafen stimmen Rahmenprogramm und prominenter Besuch, auch der Ehemaligen. Sportlich läuft es dagegen weniger.

Der Familientag der Eulen Ludwigshafen hat Tradition. Erneut war Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) zu Gast und würdigte das beispielhafte Engagement. Diesmal brachte aber sein Besuch kein Glück. Die Eulen unterlagen TV Großwallstadt 31:33 (12:19), nahmen im dritten Spiel die zweite Niederlage hin. Am Mittwoch geht es gegen Dessau-Rosslauer HV (19.30 Uhr, Ebert-Halle).

Diesmal hatte Schweitzer seinen Eulen-Schal nicht dabei. Doch der Südpfälzer traf rechtzeitig vor dem Spiel zwischen den Eulen und dem TV Großwallstadt ein und mischte sich schon nach dem Eingang in der Vorhalle unter die Besucher, wo diesmal wieder sechs Stände, nicht nur für die Kleinsten, sondern auch für Erwachsene aufgebaut wurden.

Dort konnte sich vorwiegend der Nachwuchs bei diversen Spielen und Aktionen beteiligen. Sei es bei den Pflegekräften des Klinikums Ludwigshafen, bei der Polizei, der BBK Pronova, der GAG oder eben beim Fanclub Rheintal. Mia und Emily suchten ihr Glück beim Reaktionsschnelltest nach Farben am Stand der BBK Pronova.

„Es macht einfach Spaß“, meinten die beiden Sechsjährigen, die als Belohnung einen Teebecher erhielten. Dort suchte der Landesvater das Gespräch mit den Mitarbeitenden an den jeweiligen Aktionsständen. Mitmachen wollte er auch. Der Ministerpräsident stellte sich wie alle anderen Besucher beim Fanclub an und wartete bis er an der Reihe war, um mit seiner kräftigen rechten Hand das Glücksrad in Schwung zu bringen.

Vorbild Eulen

Aber für einen Preis reichte es nicht. Das nahm er mit Humor. „Die Eulen sind für mich ein besonderer Verein. Sie stellen alljährlich ein Programm im Rahmen eines Spieltages für Fans und Familie auf die Beine, das ist aller Ehren wert. Davon lasse ich mich gerne anstecken. Die Eulen sind ein Vorbild für andere im Sport“, sagte Schweitzer, der neben Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck auf der Tribüne Platz nahm.

Worte, die auch Geschäftsführer Domenico Marinese mit Freude vernahm. „Wir machen das sehr gerne, auch wenn es ein deutlich höherer Aufwand wie bei einem normalen Spieltag ist“, sagte Marinese. Der hohe Zuspruch der Familien mit Kleinkindern ist immer wieder der Ansporn an dem Konzept zu arbeiten.

Still wurde es zu Spielbeginn: Mit einer Gedenkminute gedachten die Handballer und die Fans dem langjährigen Spitzenschiedsrichter Markus Helbig, der im Alter von 53 Jahren verstorben war. Aber proppenvoll war die Halle diesmal nicht. Nur 1831 Zuschauer waren diesmal gekommen. Woran es lag, war schwer auszumachen.

War es das schöne Wetter, das eher zu einem Spaziergang oder zum Besuch des Dürkheimer Wurstmarkts einlud. Oder hatte es andere Gründe. Trotzdem wurde der Sonntag zu einem Familientreffen ehemaliger Eulen-Akteure. Gunnar Dietrich, der langjährige Kapitän, Kevin Klier, Christian Klimek und auch Max Haider wurden teils mit ihrem Anhang gesichtet.

Wohlrab mosert

Aber sportlich war es zumindest in der ersten Hälfte kein Leckerbissen. Nach einem Sieben-Tore-Rückstand (12:19) zum Pausenpfiff bemühten sich die Gastgeber noch um die Wende. Da war Cheftrainer Johannes Wohlrab nicht immer mit den Entscheidungen der Unparteiischen einverstanden und kritisierte diese an der Seitenlinie.

Da hatte Sandra Senk, in der 51. Minute beim 24:28 kein Einsehen mehr. Die studierte Pädagogin, ehemalige Spieler der Damen der TSG Friesenheim und lange Jahre in den höchsten Ligen als Unparteiische unterwegs, hatte diesmal in ihrer Heimatstadt eine besondere Aufgabe. Sie wirkte als technische Delegierte und durfte somit Einfluss auf das Geschehen der Unparteiischen nehmen.

Da sah Wohlrab die gelbe Karte, nachdem er auf ein Zeitspiel hingewiesen hatte. Das war nur eine Randnotiz. Trotzdem blieb der Ministerpräsident länger als es sein Protokoll es zunächst vorsah. Erst nach dem Abpfiff machte er sich auf seinen weiteren Termin. Dafür ist er zu sehr Eulen-Fan. „Ich war schon oft da, ich komme immer gerne und ich werde wieder kommen“, erzählte er im Rheinpfalz-Gespräch.

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