Ludwigshafen
Eulen danken Partnern und wollen zu Hause eine Macht sein
„Wir hoffen, dass in der ,Eberthölle’ kräftig eingeheizt wird“, sagte Kämmerer Andreas Schwarz, flankiert von Sozialdezernentin Beate Steeg (beide SPD). Sie nahmen einen Wunsch von Mannschaft und Verantwortlichen mit in die Verwaltung: Bitte lasst die Fans wieder in die Halle.
Wie viele das bei der Saison-Ouvertüre der Zweiten Handball-Bundesliga am 11. September (19 Uhr) gegen den TV Hüttenberg sein dürfen, vermag Lisa Heßler noch nicht zu sagen. 800 VIP- und Dauerkarten für die neue Spielzeit sind – trotz aller Ungewissheit – verkauft, bilanziert die Geschäftsführerin. Für sie ein Vertrauensbeweis.
Heßler dankte an der BASF und Heinz, dass die Eulen auch nach dem Abstieg zu Gast im Feierabendhaus sein durften. Sie sagte auch Dank für das „Better together – an „Robbie“ Pfeffer und Frank Stauder, die den BASF TC zusammen führen. „Es ist nicht nur Kooperation, es ist auch Freundschaft geworden“, betonte sie.
Mit Stolz erfüllt die Geschäftsführerin, dass die Eulen trotz Pandemie die Anzahl der Partner auf 150 erhöhen konnten. Durch die Mithilfe von Partnern, Fans und der Staatshilfe hätten Existenzängste besiegt werden können. Dass die Eulen die Lizenz ohne Auflagen bekommen haben, sei „keine Selbstverständlichkeit“.
Heßler stolz auf schwarze Null
Seit fünf Jahren ist Heßler bei den Eulen in Verantwortung. Sie erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass es im ersten Jahr gelungen sei, die roten Zahlen zu bereinigen, die Existenz zu sichern. Der Verlust des langjährigen Hauptsponsors Südzucker sei aufgefangen worden. Dann schlug Corona zu: 320.000 Euro Einnahmeverluste beim Ticketing, 60.000 Euro Verlust an TV-Geldern beim Saisonabbruch 2019/20. Nach dem Abstieg fehlen 300.000 Euro an Fernsehgeldern. Stolz ist Heßler darauf, dass der Sponsoring-Erlös dennoch um 50 Prozent gesteigert werden konnte. Mit Blick auf die beiden letzten Geschäftsjahre, die die Pandemie eintrübte, sagte Heßler: „Wir haben es geschafft, eine schwarze Null zu schreiben.“
Der neue Trainer Ceven Klatt zeigte sich im BASF-Feierabendhaus sehr angetan vom Rahmen in „einer wunderbaren Location“. Ihn beeindruckt die große Zahl von Sponsoren und Partnern. „So langsam fühlt man sich angekommen“, sagte der 38-Jährige.
„Wir wollen begeistern“
Seiner Mannschaft attestierte der Coach eine sehr gute Einstellung und hohe Leistungsbereitschaft. „Es macht Spaß“, betonte Klatt, erleichtert, dass sich das Lazarett nach und nach lichtet. Klatt sieht das Team bei 70 bis 80 Prozent: „Es ist noch Luft nach oben.“ Für ihn ist klar: „Wir wollen begeistern. Wir wollen emotionalen Handball spielen. Wir wollen zu Hause eine Macht sein.“ Die Fans sollen die Truppe um Kapitän Gunnar Dietrich beflügeln. Klatt: „Es ist eine gute Grundlage, wenn Mannschaft und Fans eine gute Symbiose bilden.“
Gänsehaut-Gefühl bei Haider
Die Hoffnung vor vollem Haus oder einer gut erfüllten Eberthalle spielen zu dürfen, sorgt bei Max Haider für Gänsehaut. Er wertet es als Privileg, Vize-Kapitän sein zu dürfen. Haider steht für die DNA der Eulen, deren Grundwerte laut Heßler Vertrauen, Nähe und Leidenschaft sind. Das Wort Wiederaufstieg fiel nicht. Aber das Ziel, „bis am Ende oben dabei zu sein“, schließt ja nichts aus …