HANDBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen begeistern Pfälzer Fußballidol beim Sieg gegen Rostock

Hans-Peter Briegel genoss den Handballabend bei den Eulen.
Hans-Peter Briegel genoss den Handballabend bei den Eulen.

Die Eulen Ludwigshafen haben einen prominenten Fan gewonnen. Hans-Peter Briegel, die Pfälzer Fußballikone, kam erstmals in die Eberthalle zu einem Spiel der Eulen. Und durfte sich gleich über den souveränen 36:27 (16:8)-Erfolg gegen den HC Empor Rostock freuen.

Die „Walz aus der Pfalz“ genießt immer noch viele Sympathien. Das war offensichtlich, als Hallensprecher Thomas Stüber den ehemaligen Weltklassespieler am Mittwochabend begrüßte. Ob Autogramme schreiben, Selfies mit Fans machen oder sich einfach nur über den 1. FC Kaiserslautern oder die Eulen Ludwigshafen unterhalten. Der Europameister von 1980 und zweifache Vizeweltmeister (1982 und 1986) genoss den Abend und hatte selbst viel Spaß dabei. Es fühlte sich an, als wäre der sympathische Sportsmann schon öfters Gast in der Ludwigshafener Eberthalle gewesen.

Der erfolgreiche Fußballer, der sogar auch einmal Deutscher Jugendmeister im Weitsprung war, spielte als Schüler selbst Handball. „Aus der Leichtathletik kannte ich den späteren Weltklassehandballer Joachim Deckarm und habe dessen Weg mitverfolgt. Deswegen habe ich mich schon immer auch für Handball interessiert. Auch wenn ich selbst kein großes Talent war. Die Eulen wollte ich jetzt kennenlernen“, berichtete Briegel.

Lob von Briegel für die Eulen-Spieler

Großes Talent zeigten dafür einige Spieler auf dem Parkett. Besonders Torwart Mats Grupe und Linksaußen Tim Schaller imponierten dem 72-fachen Nationalspieler. „Die vielen Paraden von dem jungen Torwart sind schon klasse. Auch der Sechser macht das auf Außen und bei den Siebenmetern richtig gut. Die ganze Mannschaft wirkte sehr sympathisch“, lobte Hans-Peter Briegel.

So manche Besucher und Fans verbinden mit ihrem früheren Idol noch die eine oder andere besondere Erinnerung. „Als ich mit dem Handball angefangen habe, wollte ich immer die Nummer zwei. Die hat mein Lieblingsspieler in der Nationalmannschaft getragen. Irgendwann wurde es bei mir die Nummer sechs. Das war nach seiner Karriere“, sagte das Friesenheimer Handball Urgestein Thorsten Laubscher. Auch der langjährige Schiedsrichterbetreuer Marcus Altmann hegt besondere Erinnerungen an das Kaiserslauterer Fußballidol. „Ich fand seine Spielweise, ohne Schienbeinschoner, immer gut. Er hat gekämpft, war somit auf dem Betze immer eine Führungsfigur und für mich ein Spieler, der sich zu 1000 Prozent mit dem FCK und seiner Heimat verbunden fühlte“, schwärmte Marcus Altmann.

„Pfälzer Zweitligisten müssen zusammenhalten“

Ein Wiedersehen mit seinen neuen Handballfreunden soll es in der nächsten Saison auf alle Fälle geben. „Die Atmosphäre und die Spielweise der Mannschaft haben mir sehr gut gefallen. Ich werde bestimmt wiederkommen. Außerdem müssen wir Pfälzer Zweitligisten ja zusammenhalten“, sagte das Aufsichtsratsmitglied des 1. FC Kaiserslautern mit einem Lächeln. Diese Worte hörte Eulen-Oberfan und Fanclubvorsitzender Peter Ackermann natürlich gerne. „Recht hat er, der Hans-Peter Briegel. Beide Vereine müssen zusammenhalten und sich gegenseitig die Daumen drücken. Vielleicht schafft es ja wieder eine von beiden Mannschaften zurück ins Oberhaus“, hofft der bekennende FCK-Fan auf die oder andere Bundesliga-Rückkehr.

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