Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Erweiterung der Mosaikschule: Konkrete Planungen können beginnen

Im Jahr 2013 wurde die Mosaikschule auch schon mal erweitert.
Im Jahr 2013 wurde die Mosaikschule auch schon mal erweitert.

Im Oggersheimer Sozialpädiatrischen Kinderzentrum und der Mosaikschule zur Förderung behinderter Kinder werden jährlich bis zu 1800 Kinder und deren Familien betreut. Für den geplanten Erweiterungsbau der aus allen Nähten platzenden Schule gibt es nun einen positiven Bauvorbescheid.

Bei den schwer- und schwerst körperlich- und/oder geistig behinderten Kindern in den Einrichtungen des Kinderzentrums handelt es sich in Sachen Pandemie um eine äußerst gefährdete Gruppe. Ein größeres Infektionsgeschehen konnte bisher aber vermieden werden. Erreicht werde dies durch hohe Hygienestandards und die Einhaltung strenger Regeln seitens der Mitarbeiter und Besucher, wie die Geschäftsleitung betont. Wie in Kliniken gelte eine einrichtungsbezogene Impfpflicht. Nach einer Entscheidung des Gesundheitsamts dürfen jedoch auch nichtgeimpfte Mitarbeiter unter bestimmten Voraussetzungen weiterarbeiten.

Was die Situation nach dem Auslaufen der gesetzlichen Corona-Schutzregeln im Mai kompliziert gemacht habe, seien die unterschiedlichen Regeln für einzelne Teile der Einrichtungen. So gelten im Sozialpädiatrischen Zentrum mit Frühförderung (SPZ), dem Förderkindergarten und der Tagesförderstätte strengere Regeln und eine Impfpflicht für Mitarbeiter. In der Mosaikschule gibt es dagegen wie allgemein an Schulen keine Impfpflicht. Wie Brigitte Edwards, Geschäftsführerin der beiden Träger-Zweckverbände Schule und Kinderzentrum berichtet, haben von den rund 400 Mitarbeitern bisher zwölf eine Impfung gegen das Coronavirus abgelehnt. Bei einer Beschäftigten habe das Gesundheitsamt inzwischen die Impfpflicht aufgehoben. Drei hätten die Stelle gewechselt, sieben Beschäftigte dürften unter bestimmten Bedingungen weiterarbeiten.

Positiver Bauvorbescheid erteilt

Ein drängendes Thema ist dagegen weiterhin die Raumnot in der Mosaikschule wegen stark gestiegener Schülerzahlen. „Innerhalb von zwei Schuljahren haben sich rund 40 Kinder neu angemeldet“, beschreibt Edwards eine nicht absehbare Entwicklung. Alle Raumreserven seien erschöpft, für das neue Schuljahr eine Klasse ausgelagert und ein Konferenzraum zum Klassenzimmer umgewidmet worden. Zur Lösung des Problems hat der Zweckverband Schule einen Neubau auf dem Gelände in Massiv-Fertigteilbauweise beschlossen, der als Option eine spätere Aufstockung erlaubt. „Ein positiver Bauvorbescheid dafür ist jetzt erteilt worden“, berichtet Brigitte Edwards.

Damit könne nun die konkrete Planung beginnen, die eine genauere Kostenkalkulation ermöglicht. Eine Übernahme von 60 Prozent der förderfähigen Kosten habe das Land bereits zugesagt, so die Geschäftsführerin. Eine grobe Schätzung vor einem Jahr war bei drei Millionen Euro gelegen. Es sei aber klar, dass dies angesichts rasanter Baukostensteigerungen nicht reichen wird. Wann die Bauarbeiten losgehen, ist aber noch nicht absehbar.

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