Ludwigshafen Erste Wettkämpfe schon mit drei Jahren

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Mutterstadt. Er ist das Aushängeschild beim KV Mutterstadt gewesen. Mit dem Wechsel zur TSG Kaiserslautern möchte Stefan Reinle nun den nächsten Schritt in seiner Kegler-Karriere gehen. Die Nationalmannschaft ist für das Talent auf lange Sicht das Ziel.

Stefan Reinle ist niemand, der sich auf den Zufall verlässt. Beim Gespräch mit der RHEINPFALZ merkt man schnell: Egal ob im Sport oder im Privatleben, Reinle hat einen genauen Plan, er weiß, was er will. Und das ist Kegeln, sich weiterentwickeln und erfolgreich sein. Die Leidenschaft zu seiner Sportart wurde ihm in die Wiege gelegt. Bereits mit zwei Jahren nahm ihn seine Mutter zum Kegeln mit nach Edingen und stellte ihn mit den Pampers auf die Bahn. „Nachdem die Erwachsenen fertig waren, habe ich selbst ein paar Kugeln geworfen. Mein Opa hat daraufhin gleich gesagt, dass ich später kegeln werde“, sagte der mittlerweile 14-Jährige mit einem verschmitzten Lächeln. Ein Jahr später war es dann soweit. Mit einer Arztbescheinigung und der Sondergenehmigung des Badischen Kegelverbandes trat der damals Drei-jährige in Edingen für die U10-Mannschaft an. Ab dem sechsten Lebensjahr spielte er für den KV Mutterstadt. Und wie! Für die Bezirksmeisterschaften hatten Reinle ab der U10 ein Dauerabonnement gebucht. In der U14 holte er den Landesmeistertitel. Die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften 2012 in Wiesbaden und dieses Jahr in Augsburg stehen ebenfalls auf seiner Visitenkarte. Klar, dass diese frühen Erfolge Reinles Leidenschaft am Kegeln geweckt haben. „Man entwickelt mit der Zeit einen gewissen Ehrgeiz“, gibt der Neuntklässler des Schulzentrums Mundenheim unverblümt zu. Dieser Ehrgeiz ist es, der die Nachwuchshoffnung immer weiter vorantreibt – aber zielgerichtet und streng nach Plan. „Meine sportlichen Ziele sind, Konstanz in meine Leistungen zu bringen, um später einmal für die Nationalmannschaft zu spielen“, machte Reinle deutlich. Somit war der nächste logische Schritt für ihn der Wechsel zur TSG Kaiserslautern, für die er seit dem 1. Juli in der U18 und bei den Herren auf der Bahn steht. Vor allem von Trainerin Margit Welker erhofft er sich einen Entwicklungsschub, der ihn seinem großen Ziel – die Nationalmannschaft – näher bringen soll. Doch der 1,73 Meter große Sportler ist auch Realist. Ihm ist durchaus bewusst, dass er, auch als Nationalspieler, mit Kegeln nicht seinen Unterhalt bestreiten kann. Darum hat er von seinem späteren Berufsleben bereits jetzt eine genaue Vorstellung. „Ich möchte Kfz-Mechatroniker werden und danach eine Feuerwehrausbildung bei der Bundeswehr machen“, sagte er bestimmt. Wenn der 14-Jährige nicht gerade kegelt, verbringt er seine freie Zeit mit seinen Freunden: „Bei gutem Wetter geh ich raus und spiele Fußball. Das kann dann schon ein paar Stunden dauern“, verrät der Anhänger des 1. FC Kaiserslautern seine zweite Leidenschaft. Stichwort Kaiserslautern: Mit dem Wechsel zur TSG muss sich Reinle nicht nur auf ein neues Umfeld, sondern mit dem Aufstieg in die U18-Altersklasse auch auf eine größere und schwerere Kugel einstellen. „Deswegen habe ich meinen Anlauf verändert. Statt drei kleinen Schritten mache ich jetzt einen kleinen, einen mittleren und einen großen Schritt“, erklärt der ehrgeizige Sportler.

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