Tennis
Erleichterung: Jugend-Pfalzmeisterschaften gehen über die Bühne
Rein sportlich gesehen, durfte sich der TC Limburgerhof über die Pfalzmeisterschaft von Ana Stratulat freuen. Die hatte sich in der Altersklasse U10 nicht nur erfolgreich durch die Gruppenphase gekämpft, sondern bezwang auch noch im Finale Jasmin Neumer aus Kandel mit 6:4, 6:4. Und auch die Gastgeber aus Mutterstadt hatten mit Ben Drinda in der Altersklasse U9 einen Sieger in ihren Reihen. Drinda siegte im Finale mit 6:3, 6:4 gegen Lenny Weber aus Grünstadt. Erfolgreichster Verein aus der Region war allerdings der BASF TC Ludwigshafen mit Siegen von Gustav Galow (Altersklasse U10) sowie Moritz Galow und Johanna Schüler (beide U14).
„Es hat insgesamt reibungslos geklappt“
Weniger bedeutet mehr. Nach dieser Vorgabe hatte der Tennisverband zwar weniger Teilnehmer für seine Verbandsmeisterschaften zugelassen, aber dafür deutlich mehr Helfer im Einsatz, die über die Einhaltung der Hygienemaßnahmen wachten. „Es hat insgesamt reibungslos geklappt. Lediglich zwei Kinder wollten sich nicht testen lassen und mussten deshalb vom Turnier zurückgezogen werden“, berichtete Verbandsgeschäftsführer Thomas Knieriemen. Auch kürzere Wartezeiten am Einlass der Anlagen in Schifferstadt und Mutterstadt seien klaglos von den Beteiligten akzeptiert worden. Ein wichtiger Fingerzeig für den Verband, der die Sicherheitsauflagen in Abstimmung mit allen beteiligten Verwaltungen mit heißer Nadel gestrickt hatte. Umso erfreulicher die Resonanz. „Die Stimmung auf den Anlagen war sehr gut.“
Und auch das Sportliche hat gepasst, hätte Knieriemen hinzufügen können, denn auch dies war keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Immerhin hatten die Kinder und Jugendlichen durch unterschiedliche Vorgaben im jeweiligen Regierungsbezirk deutlich unterschiedliche Trainingsmöglichkeiten. „Aber beklagt hat sich niemand darüber. Im Gegenteil: Alle waren froh, dass wir diese Meisterschaften spielen konnten“, so der Geschäftsführer, der außerdem alle Vereine für die Umsetzung der Hygienevorgaben lobte. Neben den Mutterstadt und Schifferstadt war schließlich auch der TC Dannstadter Höhe im Einsatz. Die Regenfälle am Freitag und Samstag hätten ansonsten den Turnierplan gewaltig durcheinandergewirbelt. Aber mit den vier zusätzlichen Plätzen kam es zu keinen Verzögerungen. Und auch auf der dritten Anlage habe alles reibungslos funktioniert, betonte Thomas Knieriemen.
Jannik Ripberger erst im Endspiel unterlegen
Die jungen Tennissportler belohnten dieses Engagement mit tollen Spielen und großem Sport. Beispielsweise in der männlichen Altersklasse U18. Zwar siegte hier Tim Stemler vom 1. TC Weilerbach, aber Finalgegner Jannik Ripberger vom BASF TC Ludwigshafen hatte bis dahin ein tadelloses Turnier gezeigt, sich von Position zwei der Setzliste souverän ins Endspiel vorgekämpft und war beim 3:6, 5:7 nur knapp unterlegen. Nicht ganz so erfolgreich war seine Vereinskollegin Noelle Galow in dieser Altersklasse. Die war zwar sogar an die Spitzenposition gesetzt, scheiterte im Viertelfinale aber an der ungesetzten Abigail-Bo Oberheiden, ebenfalls vom BASF TC. Dafür kämpfte sich Oberheiden bis ins Endspiel vor, unterlag dort aber mit 1:6, 0:6 gegen Nike Lenz aus Kaiserslautern, nachdem die Ruhephase nach ihrem dreistündigen 7:6, 7:6-Halbfinalsieg gegen Lara-Maria Kirchhofer aus Speyer offensichtlich ein wenig zu kurz war.
Der Finaleinzug war auch für Alexander Haage vom BASF TC in der Altersklasse U16 zumindest ein Achtungserfolg. Immerhin ist er noch in der U14 spielberechtigt. Er war im Endspiel gegen den topgesetzten Sebastian Ondas aus Kaiserslautern beim 1:6, 3:6 zumindest im zweiten Satz ein ebenbürtiger Gegner. Moritz Galow machte es in der Altersklasse U14 besser, spielte sich souverän durch das Feld, siegte im Endspiel mit 6:1, 6:2 gegen Finn Gerstner aus Grünstadt, und auch der Erfolg von Vereinskollegin Johanna Schüler war, zumindest bis zum Finale, souverän. Im Endspiel hatte sie beim 5:7, 6:1, 10:4 gegen Melina Lauer aus Speyer ihre Probleme.