Ludwigshafen Eine gefühlte Niederlage

MUTTERSTADT. Nach dem Abpfiff des Nachbarschaftsduells gegen den FV Dudenhofen gestern Abend haben die Spieler des Fußball-Verbandsligisten TDSV Mutterstadt den Kopf hängen lassen. Das späte Tor von Rami Zein zum 1:1 (1:0) kostete den TDSV den greifbar nahen Sieg.
Arber Zogaj war tief traurig. „Dieses 1:1 fühlt sich wie eine Niederlage an“, sagte der Mittelfeldspieler und schüttelte den Kopf. In der letzten Minute der regulären Spielzeit hatte Dudenhofens Bester, Rami Zein, mit einem herrlichen und unhaltbaren Freistoß ausgeglichen. „War das überhaupt ein Foul, muss man da Freistoß pfeifen?“, fragte TDSV-Teamchef Ediz Sari. Zogaj (23) hatte den TDSV früh in Führung gebracht. „Ich habe den Ball gut getroffen. Er ist genau dahin geflogen, wohin ich ihn haben wollte“, schildert Zogaj das Tor, das er mit der Pike erzielte. „Ja, anders konnte man den Ball nicht nehmen“, sagte der Mann mit der Nummer 20 und konnte schon wieder ein bisschen lachen. Die Mutterstadter hatten erneut ein für sie typisches Spiel aufgezogen. Sie verrichteten viel Laufarbeit, attackierten früh den ballführenden Gegner und zwangen Dudenhofen vor allem in der zweiten Halbzeit zu vielen langen Bällen. Kampfbereitschaft, gutes taktisches Verhalten, Lauffreude, Leidenschaft und großer Teamgeist sind Merkmale einer Mannschaft, die zu den Überraschungsteams der Verbandsliga zählt. Dudenhofen bejubelte das 1:1 euphorisch. Ein Remis beim TDSV gilt längst als gutes Ergebnis. Einer der Hauptgründe, warum es derzeit so gut läuft für Mutterstadt, ist die starke Defensivarbeit, an der sich alle beteiligen. Wenn einer ausgespielt ist, ist der nächste schon da, wenn einer eine Flanke verfehlt, bügelt der Kollege den Fehler aus. Gestern Abend avancierte Armend Neziraj zum besten Mann auf dem Feld. Er verlor kaum einen Zweikampf und spielte nahezu fehlerlos. „Wir stehen hinten ganz gut, lassen wenig Chancen zu und haben einen Lauf. Aber ein Standard kann immer zu einem Gegentor führen“, sagte der 24 Jahre alte Innenverteidiger. „Ein bitteres und ärgerliches 1:1“, fügte Neziraj hinzu. Dem TDSV war gestern kaum etwas vorzuwerfen. Allenfalls, dass er nach der Pause seine Konter nicht gut ausspielte und versäumte, energischer auf ein zweites Tor zu spielen, als Dudenhofen Räume anbot. „Jetzt sind wir enttäuscht, aber morgen werden wir stolz auf diese Leistung sein“, sagte Sari . Am Sonntag, 15 Uhr, erwartet Mutterstadt Vizemeister Fortuna Mombach. Gespielt wird auf der Bezirkssportanlage Mundenheim.