Ludwigshafen Ein weiteres Jahr Oberliga ist sicher

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LUDWIGSHAFEN. Die Freude über den Ligaverbleib beim Fußball-Oberligisten Arminia Ludwigshafen war direkt nach dem Abpfiff noch verhalten. Vermutlich musste erste die Anspannung weichen. Nach dem 3:0 (0:0)-Sieg gegen die TSG Pfeddersheim ist sicher, dass der FCA in der Klasse bleibt.

„Die Mannschaft hat gut gespielt. Wir haben immer die Ruhe behalten, hatten viele Abschlüsse und ein spielerisches Übergewicht“, listete Trainer Frank Hettrich Pluspunkte auf. Die Arminia begann aggressiv, attackierte früh und zwang so Pfeddersheim immer wieder zu Fehlern. Die Folge davon waren eine Überlegenheit und ein deutliches Chancenplus. Die TSG spielte nicht mit dem letzten Siegeswillen, was die Leistung der Arminia nicht schmälern soll. Vor allem im Angriff lief bei den harmlosen Gästen wenig zusammen, was auch an der konzentrierten Abwehrarbeit des FCA lag. Der resolute und zweikampfstarke Sebastian Luber und der souveräne Kapitän Pietro Berrafato gestatteten TSG-Torjäger Kevin Gotel, in all den Jahren ein Schreckgespenst für die Arminia, nur eine Chance (80.). Aber da war die Partie schon gelaufen. „Die Mannschaft hat noch einmal alles in die Waagschale geworfen. Es ist eine andere Freude, als wenn man Meister wird. Aber es war ein wunderbarer Abschluss, auch für die Fans“, zog Berrafato ein erstes Fazit. Mit ihm verliert der FCA nicht nur einen Spieler, der in all den Jahren seine Leistung gebracht hat, sondern auch einen charakterstarken Mann. Die Hereinnahme von Nico Pantano, dessen Sperre abgelaufen war, erwies sich als belebend. „Ich bin glücklich, dass wir es vorzeitig geschafft haben. Wir haben öfter gut gespielt, sind dann aber nach Gegentoren aus dem Konzept gekommen. Heute haben wir 90 Minuten konstant agiert“, sagte Pantano. Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler wies erneut nach, dass er mit Ballsicherheit, Technik und Ideenreichtum zu den Leistungsträgern der Arminia zählt. Erstklassig war sein Pass auf den Torschützen Daisuke Ando vor dem 1:0 (53.), das den Platzherren einen Schub verlieh. Das zweite Tor war ein typischer Arminia-Treffer. Tim Amberger hatte seinen Gegenspieler überlaufen, der beim Antritt des FCA-Linksaußen zu stehen schien. Ambergers Hereingabe verwertete erneut Ando mit seinem 13. Saisontor (63.). Mehr hat in der Oberliga für die Arminia nur Jens Leithmann in der vergangenen Spielzeit erzielt (14). „Pfeddersheim hat man angemerkt, dass die Runde gelaufen ist. Wie hatten nie Probleme. Ich bin froh, dass diese Saison positiv zu Ende geht“, atmete Amberger auf. Coach Hettrich war die Erleichterung anzumerken. „Die letzten Wochen waren eine enorme Belastung – für alle Beteiligten. Ich muss das jetzt erst einmal sacken lassen“, verdeutlichte Arminias Übungsleiter. Vereinschef Alfred Schaar strahlte über das ganze Gesicht. „Ich hatte schon vor dem Spiel ein gutes Gefühl“, gab der Vorsitzende zu. Die drei Punkte waren auch bitter nötig, da Konkurrent SV Elversberg II ebenfalls gewann. Es wäre nicht auszudenken gewesen, am letzten Spieltag beim FK Pirmasens II gewinnen zu müssen.

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