Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Ein undankbares Spiel für Hochdorf

Nicola Sorda hat am Mittwoch eine Premiere erlebt.
Nicola Sorda hat am Mittwoch eine Premiere erlebt.

Es ist ein undankbares Spiel für die HSG Friesenheim-Hochdorf. Sie empfängt in der Abstiegsrunde der Dritten Liga die Zweitliga-Reserve der HSC Coburg II (Sonntag, 18 Uhr, TVH-Sportzentrum). Nur mit einem Sieg dürfen die Gastgeber auf den Klassenverbleib in der Dritten Liga hoffen.

Es ist eine ungewohnte Ausgangssituation, räumt HSG-Trainer Gabriel Schmiedt ein: „Wir sind schon lange nicht mehr als Favorit in ein Spiel gegangen.“ Rein auf dem Papier ist diese Rolle am Sonntag klar verteilt. Denn die Coburger stehen mit bislang nur einem Sieg am Tabellenende, stehen damit als Absteiger fest. Zu unterschätzen ist der Gegner trotzdem nicht. Und das nicht allein, weil der HSC in der Vorwoche seinen ersten Erfolg in der Abstiegsrunde feierte und damit wieder ein bisschen mehr Aufwind bekommen hat. „Sie haben auch in Neuhausen lange mitgehalten und am Ende nur knapp verloren“, warnt Schmiedt. Er rechnet deshalb mit einem engen und vor allem sehr schnellen Spiel.

Daran glaubt auch sein Mannschaftskapitän Nikola Sorda. Der hat den Sieg in Coburg erkrankt vor dem Fernseher verfolgt. „Das ist eine junge und sehr schnelle Mannschaft, die nichts mehr zu verlieren hat“, sagt er über den Gegner. Er hat aber auch die Schwächen erkannt: „Coburg macht das zwar gut in der Abwehr, aber im Angriff haben sie nicht die letzte Durchschlagskraft.“ Von seiner Mannschaft fordert er deshalb genau diesen Biss und die Durchschlagskraft auf beiden Seiten des Feldes. „Wir müssen geduldig bleiben. Im Hinspiel war es so, dass ihnen gegen Ende die Kraft ausgegangen ist“, sagt Sorda. Darauf hofft der HSG-Kapitän auch am Sonntag. Immerhin könne die HSG das Tempo über 60 Minuten hochhalten. „So wie es aussieht, gehen wir komplett ins Spiel.“

Mittwoch bei den Eulen Ludwigshafen gespielt

Also auch mit Sorda selbst, der aktuell nicht nur fit ist, sondern unter der Woche einen ganz besonderen Einsatz hatte. Am Mittwoch stand er im Kader der ersatzgeschwächten Eulen Ludwigshafen und erlebte größtenteils von der Bank aus hautnah den wichtigen Auswärtssieg bei Bayer Dormagen mit. „Wirklich viel gespielt habe ich aber nicht“, sagt der HSG-Mannschaftskapitän, der als Entlastung für Eulen-Kreisläufer Christian Klimek dabei war und nur bei Klimeks Zeitstrafe kurz auf dem Feld gestanden hatte.

Gegen Coburg wird er hingegen deutlich mehr gefordert sein. Das weiß Sorda – und er freut sich darauf. „Es muss unser Ziel sein, alle noch verbliebenen Spiele zu gewinnen. Nur so könne man Zweibrücken als direkten Konkurrenten eventuell noch vom so wichtigen zweiten Platz stoßen, der den Klassenverbleib garantieren würde. „Wir gewinnen unsere Spiele und hoffen darauf, dass Zweibrücken noch einmal Punkte lässt“, nennt Sorda das Ziel der HSG in Richtung Saisonende. Und der erste Schritt dabei soll mit Unterstützung der eigenen Anhänger am Sonntag gemacht werden.

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