Ludwigshafen Ein Film für Nils und Schiffchen im Rhein

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Puh, gestern musste ich mich ganz schön anstrengen. Die Schüler der neunten Klassen am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) wollen nämlich, dass mich noch mehr Leute kennen, wenn sie mich auf der Straße sehen. „Digitalstrategie für den Nils-Nager-Club“ hieß die Aufgabe für die 14- und 15-Jährigen.

Das klingt ganz schön professionell. Für ihre Projekttage haben die Schüler eine ganze Woche lang eine echte kleine Firma gegründet. „Schule trifft Wirtschaft“ nennen die Lehrer diese Projekttage. Natürlich haben sich da nicht alle nur um mich gekümmert, sondern nur eine ganz besondere Gruppe. Andere Schüler haben fürs Klinikum Auszubildende geworben, für die Marketinggesellschaft Lukom oder die VR Bank Veranstaltungen für Jugendliche organisiert sowie für die Barmer-Krankenkasse, den Discounter Lidl, die Verkehrsbetriebe Rhein-Neckar oder die Sparkasse Vorderpfalz Aufgaben erledigt. Aber weil ich als Biber gerne im Mittelpunkt stehe, habe ich mich ganz besonders über meine eigene kleine Firma gefreut. Die Schüler haben sich ganz viel Mühe gegeben. Und ich habe gerne mitgeholfen. Die haben zum Beispiel einen eigenen Tanz für mich gemacht und davon ein Video aufgenommen. Ich hab’ natürlich mitgetanzt und bin ganz schön ins Schwitzen gekommen. Dann hat meine Schülerfirma einen Film gedreht, bei dem ich durch die Fußgängerzone gelaufen bin und ganz viele Leute mich umarmt haben. Das solltet ihr euch auf meiner Internetseite www.nils-nager.de ansehen. Die Gymnasiasten finden aber auch, dass die Clubseite für meinen Nils-Nager-Club unbedingt bunter sein muss. Mehr Spiele wünschen sie sich und mehr zum Lesen, auch für Eltern. Ob wir das alles machen? Ich weiß es noch nicht. Da frage ich vorher noch einmal meine Familie. Aber auch die anderen Firmen haben sich eine Woche lang richtig viel Mühe gegeben. Was dabei herausgekommen ist, haben sie gestern bei der Abschlusspräsentation gezeigt. Die einen wollen eine Grillparty mit Musik auf der Seebühne im Luisenpark für die VR-Bank veranstalten, die anderen nannten sich „Jugend-Event-Management“ und haben ein Konzert für Jugendliche auf der Parkinsel organisiert. Sie wollen 5000 Schiffchen mit Kerzen im Rhein fahren lassen. Die großen Experten von den verschiedenen Firmen haben sich das alles angehört und den Schülerfirmen dafür am Ende Geld gegeben. Auch das gehört zur Wirtschaft. (env)

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