Ludwigshafen Ehrenamtsprojekt: BASF gewinnt Deutschen Preis für Unternehmensengagement

Thomas Gössing (links) und Sebastian Gillwald leiten seit Dezember die neue Engagementagentur des Projekts „LUnited“.
Thomas Gössing (links) und Sebastian Gillwald leiten seit Dezember die neue Engagementagentur des Projekts »LUnited«.

Der Chemiekonzern BASF hat mit dem Ehrenamtsprojekt „LUnited“ den Deutschen Preis für Unternehmensengagement 2025 gewonnen.

Die Auszeichnung würdigt Firmen und Organisationen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, wird Katharina Rapp, Leiterin Gesellschaftliches Engagement bei der BASF, in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitiert. „Wir stehen für Vielfalt, Weltoffenheit und ein demokratisches Wertesystem.“ Mit „LUnited“, einem gemeinsamen Projekt der BASF mit dem Sozialunternehmen Haus des Stiftens und der Stadt Ludwigshafen, schaffe man einen Mehrwert für Ehrenamt und Vereine. „Wir fördern Gemeinsinn und bürgerschaftliches Engagement, denn sie sind wichtige Stützen für die Gesellschaft. Sie verbinden Menschen und stärken das Vertrauen in die Demokratie“, sagt Rapp.

Die BASF hatte das Projekt „LUnited“ initiiert und war im Herbst 2023 mit mehreren Partnern gestartet. Ziel ist ein gutes Miteinander in der Stadt durch Menschen, die sich zusammen für Ludwigshafen einsetzen. „,LUnited’ will die vielen Ehrenamtlichen, die Vereine und anderen Helden des Alltags, denen die Stadt am Herzen liegt, zusammenbringen“, fassten die Verantwortlichen damals ihr Anliegen zusammen.

Im vergangenen Februar haben die Ehrenamtler dann mit der „Agentur für Engagement“ eine konkrete Anlaufstelle erhalten. Die dafür geschaffene Stelle ist – zunächst befristet für zwei Jahre und jeweils in Teilzeit – seit Dezember besetzt mit Thomas Gössing und Sebastian Gillwald. Angesiedelt ist neue „Agentur für Engagement“ beim Ludwigshafener Marketingverein.

Lob für partizipativen Ansatz

Bei dem vom UPJ Netzwerk für Unternehmensverantwortung und gesellschaftliches Engagement, einer gemeinnützigen Organisation in Berlin, ausgelobten Preis hat die Jury die BASF in der Kategorie „Gemeinsam für Vielfalt, Teilhabe und Zusammenhalt“ ausgezeichnet. „LUnited“ ziele darauf ab, ehrenamtliches Engagement in Ludwigshafen durch Beratung, Sichtbarkeit, Vernetzung und bedarfsorientierte Unterstützung zu fördern, heißt es in der Begründung der Jury. „Statt auf punktuelle Einzelmaßnahmen setzt das Projekt auf systematische Unterstützung.“

Das Projekt ziele auf typische Herausforderungen, mit denen Vereine und Ehrenamtliche zu tun hätten wie der Gewinnung von Engagierten, Bürokratie, Digitalisierung, einer geringen Sichtbarkeit und fehlende Fördermittel. Als Grundlage für das Projekt dienten unter anderem Interviews und Stadtteil-Dialoge.

Die Jury lobte insbesondere den partizipativen Ansatz, die hohe Qualität der Kooperationen sowie die Modellhaftigkeit des Projekts: „,LUnited’ setzt Maßstäbe für zukunftsorientiertes Engagement und hat Strahlkraft über Ludwigshafen hinaus.“ Der Deutsche Preis für Unternehmensengagement würdigt laut Pressemitteilung Unternehmen, die sich „in herausragender Weise für das Gemeinwohl engagieren“. Die Auszeichnung wird in fünf Kategorien vergeben. Unter den diesjährigen Preisträgern ist etwa auch die Telekom, die für ihre Initiative „Gemeinsam gegen Hass im Netz“ ausgezeichnet wurde.

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