Handball
Eher sonntägliches Kaffeetrinken statt emotionales Spiel
Das angekündigte Handballspiel ähnelte ein kleines bisschen einem sonntäglichen Kaffeetreffen. Beide Mannschaften waren dabei zumindest bemüht, sich die Lethargie ein wenig aus den Knochen zu schütteln. Das gelang den Gastgebern ein kleines bisschen besser. Allerdings erst nach rund 20 Minuten. Bis dahin legte die HSG zwar ständig vor, war in der Chancenverwertung aber insgesamt ein wenig zu nachlässig. Yannik Polifka (2), Emanuel Novo und Jan-Philipp Winkler machten dann allerdings aus dem 6:5 (20.) ein halbwegs beruhigendes 10:5 (25.). Immerhin.
Die Torschützen waren dabei gleich aus mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. „Für mich war es wichtig, dass heute jeder Spieler aus dem Kader auf der Platte stand und seine Einsatzzeit bekommen hat“, freute sich HSG-Trainer Gabriel Schmiedt über einen gelungenen Matchplan und Spieler wie Yannik Polifka, welche die ihnen zugedachte Einsatzzeit auch weidlich ausnutzten. Andere Akteure wie Marvin Gerdon wurden über die vollen 60 Minuten geschont.
Nicht in der eigenen Hand
Geschadet hat das nicht. Torwart Roko Peribonio parierte direkt vor der Pause den Siebenmeter von Felix Dettenthaler und stellte damit die Drei-Tore-Führung sicher. Diese schmolz in den zehn Minuten nach dem Seitenwechsel höchstens noch auf zwei Treffer zusammen, was zum einen an den nicht aufsteckenden Gästen, in der Hauptsache aber am munteren Wechselspiel auf der HSG-Bank lag.
Immerhin sahen die rund 220 Zuschauer im Hochdorfer Sportzentrum dabei trotzdem noch das ein oder andere Schmankerl. Die beiden Treffer von Torhüter Mika Schwenken, der nach 35 Minuten für Peribonio gekommen war, zum Beispiel, oder den abschließenden Treffer von Routinier Steffen Dietz zum Endstand. Spätestens ab dem Zwischenspurt vom 19:16 (44.) bis zum 25:17 (49.) war kein Feuer mehr in der Partie, spielten sich beide Mannschaften ruhig bis zur Schlusssirene durch.
„Und ab sofort gilt unsere Konzentration der Vorbereitung auf Günzburg“, stellte Schmiedt direkt nach Spielende klar. Dort muss die Mannschaft am Samstag, 19.30 Uhr, ran. Denn nur mit drei Siegen und einem Ausrutscher des SV 64 Zweibrücken könnte die HSG noch den direkten Klassenverbleib schaffen.