Ludwigshafen Ehemaliger Bundesligist kämpft gegen das Aus

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LUDWIGSHAFEN. Fußball-Oberligist Arminia Ludwigshafen kehrt auf die Bezirkssportanlage Rheingönheim zurück. Die Partie gegen Borussia Neunkirchen (heute, 15 Uhr) ist das erste Saisonspiel in gewohnter Umgebung. Weil der Rasenplatz saniert worden war, hatte der FCA seine bisherigen Heimspiele im Südwest-Stadion ausgetragen.

Im Duell zwischen der Arminia und der Borussia treffen zwei Vereine mit großen Sorgen aufeinander. Während den FCA sportliche Probleme plagen, steckt der ehemalige Bundesligist in großen finanziellen Schwierigkeiten. Die wirtschaftliche Lage ist extrem angespannt. Wie der neue Vorsitzende Martin Bach der „Saarbrücker Zeitung“ erklärte, rechnet er bis Saisonende mit einer Unterdeckung von 100.000 bis 120.000 Euro. Hinzu kämen Gesamtverbindlichkeiten von rund 280.000 Euro, sodass das Finanzloch bis zu 400.000 Euro betragen könnte. Eine Summe, die den Traditionsverein in seinen Grundfesten erschüttert. Bach hat zwei Alternativpläne entwickelt, um aus der Misere zu kommen. „Das eine wäre eine Insolvenz in Eigenverantwortung wie sie der FSV Salmrohr in der vergangenen Saison vollzogen hat“, sagte Bach. Nach einem vom Verein gestellten Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens hätte die Borussia drei Monate Zeit, in Gespräche mit den Gläubigern einzusteigen und etwaige Vergleiche zu schließen. Die zweite Möglichkeit wäre eine Darlehensumschichtung mit Hilfe von Investoren. In der kommenden Woche muss laut Bach eine Entscheidung darüber fallen, welchen Weg die Neunkirchner gehen wollen. Auf die Frage, wie lange der Spielbetrieb Stand heute noch gesichert sei, antwortete der Vorsitzende: „Das hängt auch von unserer Entscheidung ab. Unser Ziel ist es, den Spielbetrieb dauerhaft zu sichern.“ Wichtig sei, dass die Mannschaft den Kopf frei habe, um den Ligaverbleib endgültig zu schaffen. Die Gespräche mit den Spielern seien angelaufen. „Selbst wenn Borussia Neunkirchen eine Insolvenz bei uns anmelden würde, wäre das nicht gleichbedeutend mit dem Abstieg. Grundvoraussetzung dafür ist die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens“, sagte Oliver Herrmann, Geschäftsführer des für die Oberliga zuständigen Regionalverbandes Südwest, auf Anfrage. Sportlich haben die Saarländer, bei denen der frühere Oggersheimer Andreas Backmann (38) immer noch zu den Stützen zählt, zwei Punkte weniger auf dem Konto als die Arminia und sind Zwölfter. „Allerdings hat sich die Borussia mit dem 1:0-Sieg gegen Hauenstein das Selbstvertrauen geholt, das uns fehlt“, sagt FCA-Trainer Thomas Fichtner. Der Coach, der zusätzlich den gesperrten Danny Torrieri ersetzen muss, baut auf die Atmosphäre in Rheingönheim: „Die Fans sind näher dran und wir brauchen ihre Unterstützung.“ Die ist dringend notwendig, denn seit sechs Spielen ist der FCA sieglos – der freie Fall droht. (thl)

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