Ludwigshafen Edeltechniker und Dauerbrenner
LUDWIGSHAFEN. Fußball-Oberligist Arminia Ludwigshafen tritt morgen, 14 Uhr, beim punktgleichen TSV Schott Mainz an. Zum Kader gehört – wie eigentlich immer – der hochtalentierte Marcel Bormeth.
Der 19-jährige offensive Mittelfeldspieler ist aus der Mannschaft der Arminia längst nicht mehr wegzudenken. Seit er für den FCA spielt, hat er von 42 möglichen Partien 40 mitgemacht. Auf eine solche Zahl kommt in diesem Zeitraum keiner seiner Mitspieler. Zu Beginn der Saison wurde er zweimal eingewechselt, danach zählte er wieder zur Startformation. „Marcel ist ein feiner Techniker, der alles mitbringt und im Mittelfeld variabel einsetzbar ist. Dazu ist er ungemein trainingsfleißig“, sagt FCA-Trainer Thomas Fichtner. Bormeth sei mitten in einer Entwicklungsphase. Die beinhalte aber auch, dass er mitunter ausgewechselt werde. Marcel Bormeth, der in der Gartenstadt wohnt, ist über die Stationen ESV Ludwigshafen, LSC und Phönix Schifferstadt direkt nach seiner Jugendzeit zu den Arminen gekommen. Den Sprung in die Oberliga schaffte er problemlos. Just an seinem 18. Geburtstag unterschrieb er einen Zweijahresvertrag, der 2016 ausläuft. „Ich will mir keinen Druck machen, sondern nur so gut wie möglich spielen“, sagt Bormeth. Dem spielstarken und ballfertigen Techniker kommt die veränderte Spielweise des FCA entgegen. Kurzpassspiel, Positionswechsel, Kombinationsfußball, Spiel mit einem Kontakt – das alles passt ideal zu einem Fußballer des Typs Bormeth. Wer mit 19 eine solche Entwicklung genommen und sich in der Oberliga durchgesetzt hat, der gerät auch in den Fokus höherklassiger Vereine. In der Vorbereitung hat der junge Ludwigshafener bei den Profiklubs Kickers Offenbach und Eintracht Braunschweig zur Probe trainiert. Ein Wechsel hat nicht geklappt – noch nicht. „Profi zu sein ist ein Traum, ich konzentriere mich aber weiter auf die Arminia“, sagt Bormeth. Was ihm noch fehlt, sind Robustheit und mehr Zug zum Tor. „Er kann körperlich noch zulegen, dennoch ich traue ihm zu, höher zu spielen“, sagt der Coach. Fichtner atmet auf, dass der FCA die Partie bei seinem „Dauer-Pokalgegner“ SV Morlautern 1:0 gewonnen hat und so ins Achtelfinale eingezogen ist. „Das war von beiden ein gutes Spiel. Wir haben uns nach der Pause spielerisch gesteigert“, freut sich der Coach. Der Verbandsliga-Zweite Morlautern war zum dritten Mal in Folge Gegner im Verbandspokal. Jedesmal gewann die Arminia, musste aber immer alles geben. Torschütze war Pietro Berrafato auf Vorlage vom Tim Amberger. Das am vergangenen Samstag wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt Oberligaspiel gegen Röchling Völklingen wird am Dienstag, 6. Oktober, 19 Uhr, nachgeholt. Gespielt wird im Südweststadion. (thl)