Fussball
Dudenhofen feiert Befreiungsschlag bei Arminia
Manchmal verläuft eine Karriere nicht wie auf Schienen, sondern in Schlangenlinien. Die des Dudenhofener Stürmers Daniel Schattner ist so eine. Fußballerisch ausgebildet wurde der gelernte Bürokaufmann beim 1. FSV Mainz 05. Dort spielte er unter dem damaligen Trainer Thomas Tuchel in der Jugend. Zum Profi reichte es beim heute 30-Jährigen jedoch damals nicht.
Die meiste Zeit seiner Karriere verbrachte Schattner in der Oberliga. Zu seinen Vereinen zählten unter anderem der SC Hauenstein, Idar-Oberstein und die TSG Pfeddersheim. 2016 wechselte er aus der fünfthöchsten Spielklasse in die A-Klasse zum SV Weisenheim – also in seine Heimat. Der Grund für seinen Wechsel aus der Oberliga waren Verletzungen und muskuläre Probleme.
Nach vier Spielzeiten in der A-Klasse folgte der Wechsel zum FC Speyer – zurück in die Oberliga. „Ich bin 28 Jahre, da kann und will ich noch einmal in einer höheren Liga angreifen“, erklärt der spielstarke Schattner damals. Der Stürmer überzeugte. In seiner zweiten Saison gelangen Schattner neun Treffer.
Kein Wunder, dass nach dem Abstieg Speyers der FV Dudenhofen auf den Angreifer aufmerksam wurde. Und am vierten Oberliga-Spieltag zahlte sich der Transfer das erste Mal so richtig aus. Schattner erzielte beim 5:0-Auswärtserfolg über die Arminia Ludwigshafen gleich zwei Tore. Zum 1:0 traf er per Elfmeter, beim 2:0 ließ der 30-Jährige sein Stürmergen aufblitzen.
Schattner eroberte einen schwachen Rückpass, ließ Arminen-Torhüter Peter Klug aussteigen und netzte ein. „Da muss man das Tor machen im Eins-gegen-Eins gegen den Torwart“, sagte der Dudenhofen-Angreifer im Anschluss an die Begegnung. „Genau das ist das Stürmerverhalten – eben genau auf diese Situationen zu lauern“, lobte ihn sein Coach Steffen Litzel für die Aktion.
Er habe generell ein gelungenes Spiel von seinem Stürmer, den er als Speerspitze bezeichnet, gesehen, sagte ein zufriedener Trainer. „Mit seinen Treffern war er der Dosenöffner für die Partie. Es war ein rundum gelungenes Spiel von ihm“, erklärte Litzel. Auch der Stürmer selbst freute sich über den Sieg nach zuletzt zwei Niederlagen.
Dudenhofen kontert erfolgreich
„Die Stimmung war jetzt nicht am Tiefpunkt, aber nach zwei Niederlagen muss man wieder Punkte holen und ein 5:0 tut uns sehr gut“, erklärte Schattner. Und auch sein Trainer zeigte sich erfreut über das Gesehene. Sein Team habe das Spiel vor allem in der zweiten Halbzeit an sich gerissen und sei durch Konter gefährlich gewesen, sagte Litzel.
Durch eben solche Situationen gelangen den Gästen auch die Treffer vier und fünf durch Marvin Sprengling und Steffen Straub. Für das zwischenzeitliche 3:0 sorgte Cem Izgec. „Ich bin froh, dass wir so bissig waren und das eine oder andere Tor nachzulegen“, freute sich Litzel über die Höhe des Erfolges.
Der war alles in allem verdient. Somit kann der FV Dudenhofen dem nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag (14 Uhr) gegen die SV Elversberg II mit einem guten Gefühl entgegensehen. Vielleicht lässt Angreifer Schattner dann erneut sein Können aufblitzen. Wenn er seine jetzige Quote hält, dürfte er die neun Tore aus der vergangenen Saison bald vergessen machen.