Ludwigshafen Duale Studiengänge stehen hoch im Kurs

Messe-Trubel im Haus.
Messe-Trubel im Haus.

Rund 10.000 Studiengänge zur Auswahl: Für alle, die das Abitur in der Tasche haben, bedeutet das die Qual der Wahl. Die Hochschulmesse der Agentur für Arbeit im Kulturzentrum Das Haus hat Schülern daher Orientierung geboten.

„Der Übergang von Schule zu Beruf ist einer unserer Schwerpunkte“, erklärte Daniel Lips, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Ludwigshafen. Dafür gebe es zahlreiche Angebote. Im Haus ging es gestern um den „optimalen Einstieg ins Studium“, so Lips. Dafür präsentierten sich 23 Hochschulen, Universitäten und Fachhochschulen auf der ausgebuchten Ausstellungsfläche. „Mittlerweile machen über 50 Prozent der Schulabgänger Abitur“, so Lips. Für die sei Orientierung wichtig. „So vermeiden wir unnötige Studienabbrüche.“ Im Kulturzentrum war viel los. „Wir haben sehr viele Schulen, die gleich ganze Jahrgänge für den Besuch angemeldet haben“, berichtete Organisatorin Verena Marschler von der Agentur für Arbeit. Besonders nachgefragt seien die Dualen Studiengänge. „Aber wir bieten auch Rat in der Studienfinanzierung“, sagte sie und verwies auf die seit Jahren bestehende Zusammenarbeit mit dem Mannheimer Studierendenwerk. „Unsere Dualen Studiengänge sind sehr gefragt“, berichtete Elisabeth Degner von der Hochschule Ludwigshafen. Sie hat außerdem schon unterschiedliche Wellen beobachtet: „Vor Jahren war bei uns die Logistik der Renner. Das ist mittlerweile abgeflaut. Der Studiengang Soziale Arbeit ist weiterhin äußerst beliebt.“ Immerhin muss sie keine Grundsatzarbeit mehr leisten. „Die Schüler kommen hier aus der Region. Die Hochschule Ludwigshafen ist für sie ein Begriff.“ Der werde sich zwar im neuen Jahr ändern – die Hochschule wird ab dem 1. Januar zur „Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft“. Am Bekanntheitsgrad werde sich dadurch aber nichts ändern, ist sie überzeugt. Mehr Bekanntheit wünscht sich hingegen Claudia Bonn von der Dualen Hochschule Rheinland-Pfalz. Sie ist eine reine Serviceeinrichtung des Landes und verweist angehende Studenten an die acht Universitäten und Hochschulen mit Dualen Studiengängen. „Bei uns selbst ist kein einziger Student eingeschrieben“, sagte Bonn. Trotzdem war die Nachfrage an ihrem Stand groß. Ob er selbst ebenfalls einmal berufsbegleitend studieren möchte, wusste Niclas Mayer vom Paul-von-Denis-Gymnasium (Schifferstadt) noch nicht. Immerhin: „Ich tendiere in Richtung Biologie oder Chemie“, so der Elftklässler. Seine Mitschülerin Melina Eichel war vom Angebot enttäuscht: „Ich würde gerne auf Lehramt studieren. Dafür habe ich aber nichts gefunden. Hier dreht sich der Großteil um Wirtschaft.“ Dabei waren sowohl die Pädagogische Hochschule Heidelberg als auch das Institut für Waldorfpädagogik vertreten. Und wenn es doch kein Studium sein soll? „Dafür gibt es dann Anfang des Jahres unsere große Messe für Ausbildungsberufe in der Rhein-Galerie“, kündigte Daniel Lips an.

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