Tennis DTB-Turnier: Kanadier überrascht Konkurrenz in Ludwigshafen
Der TC Rot-Weiss Ludwigshafen hat erstmalig ein A6-Ranglistenturnier des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) ausgetragen. Bei den Damen gewann die an Position zwei gesetzte Nike Lenz (TC RW Kaiserslautern) den Titel. Sie besiegte im Finale Leni Prankl (TC GW Mannheim) mit 6:4, 6:1. Lenz ist die amtierende Pfalzmeisterin und belegt in der deutschen Rangliste Platz 182.
Bei den Herren gab es dagegen eine faustdicke Überraschung: Der ungesetzte Kanadier Benjamin George (TC BW Eich) kämpfte sich Runde für Runde weiter und setzte sich im Finale auch gegen Jonathan Dazert (4, TC BW Bad Ems) mit 6:2, 6:2 durch. Georges Strategie war perfekt, mit hervorragendem Konterspiel holte er sich gegen den favorisierten Gegner den Turniersieg.
Turnier zum Geburtstag
Anlass für das Turnier war der 100. Geburtstag des Tennisclubs Rot-Weiss. Turnierdirektor Florian Simmler hat einen persönlichen Bezug zu dem DTB-A6 -Turnier, er hatte es vor einigen Jahren im Park Tennisclub Ludwigshafen betreut. „Die diesjährige Auflage des Turniers zeigt wieder steigende Teilnehmerzahlen. Bei den Damen meldeten sich 21 Teilnehmerinnen mit der topgesetzten Anastasya Kuparev,150. der deutschen Rangliste. Bei den Herren gingen 29 Teilnehmer ans Netz, angeführt vom jungen Frankfurter Julian Forer“, so Simmler. Kuparev scheiterte im Halbfinale an Prankl (4:6, 7:5, 7:10), Forer (Rang 170) ebenfalls im Halbfinale an Dazert (4:6, 2:6). Simmler konstatierte dem Turnier ein außergewöhnlich hohes Tennisniveau. „Die Spieler haben sich sehr wohlgefühlt und waren rundum zufrieden. Das Wetter hat gehalten, am Finaltag kam sogar die Sonne heraus“, so der Turnierchef.
Der pfälzische Nachwuchs aus Ludwigshafen hat beim Rot-Weiss ebenfalls aufgeschlagen. Bei den Damen spielten Isabella Krassnitzer und Lilly Harlos (beide BASF TC Ludwigshafen). Annika Gropp vertrat den Gastgeber Rot-Weiss Ludwigshafen. Bei den Herren gingen mit Jan Brüggemann, Valentin Lösch und Bijan Bakhschai drei Spieler des BASF TC Ludwigshafen ans Netz. Die Talente mussten sich bis auf Harlos – sie scheiterte im Viertelfinale an Kuparev – in der ersten Runde geschlagen geben.