Ludwigshafen Dreyer und Klöckner verurteilen barbarischen Anschlag
LUDWIGSHAFEN. Die rheinland-pfälzische SPD beginnt ihren Parteitag in Ludwigshafen mit einem Gedenken an die Opfer des Pariser Terroranschlags. "Es ist unvorstellbar, wie wie dieses barbarische Attentat uns ins Mark getroffen hat. Wir verurteilen es auf das Allerschärfste", sagte Dreyer. Es sei ein Anschlag auf Demokratie, Menschlichkeit und Europa. Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel musste seinen geplanten Auftritt wegen der Sitzung des Bundessicherheitskabinetts absagen.
Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) teilte heute morgen mit: „Noch in der Nacht wurde die Polizei in Alarmbereitschaft versetzt, eine akute Rufbereitschaft für die Spezialeinsatzkräfte und die Hubschrauberstaffel angeordnet. Unsere Beamtinnen und Beamten sind hoch sensibilisiert.“ Die CDU Landes- und Fraktionsvorsitzende aus Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, äußerte sich in einer Pressemeldung „erschrocken und besorgt“: "Paris, Frankreich - unsere Nachbarn sind uns nicht nur geografisch nah“, so Klöckner. „Unsere französischen Nachbarn sind getroffen worden, das Ziel sind aber auch wir, die wir mit Frankreich die Werte der Freiheit teilen. Terrorismus will ein freies, offenes, aufgeklärtes und angstfreies Leben zerstören. Gerade jetzt muss Europa wieder enger zusammenstehen. Unsere Gedanken sind vor allem bei den vielen betroffenen Familien und Freunden, die so viel unendliches Leid, den Verlust ertragen müssen“ Unverantwortlich seien die Hetzparolen, „die gerade jetzt im Internet um sich greifen, und Pauschalverdächtigungen gegen Flüchtlinge schüren“, sagte die rheinland-pfälzische Oppositionsführerin. Und „Nicht Hass darf unser Herz beschweren. Viele Füchtlinge, die bei uns Schutz suchen, sind gerade vor solchem Terror geflohen, viele von Ihnen sind traumatisiert. Auch sie sind das Ziel verbohrter Fundamentalisten. Wir müssen Menschenfreunde bleiben, aber auch wachsam und konsequent bei der Verteidigung unserer offenen Gesellschaft, unserer Werte." Für einen Delegierten des SPD-Landesparteitages haben die Anschläge in Paris eine ganz persönliche Dimension: Stéphane Moulin aus Zweibrücken Er kandidiert auf der Landesliste für die Landtagswahl auf Platz 50. Geboren ist er in Èpinal in Frankreich, dort wohnen auch noch seine Großeltern und die vier Tanten mit ihren Familien. Weiter entfernte Verwandte leben auch auf der Ile de France. "Mir ging es zunächst erst einmal wie allen anderen Leuten hier, ich war entsetzt", sagt Moulin. "Aber natürlich sind die Gedanken bei der Familie, der emotionale Bezug ist sehr nah." Mit neun Monaten kam er mit seinem Vater nach Deutschland, er hat die französische und die deutsche Staatsbürgerschaft.