Mannheim
Drei Pfälzer Musiker auf der Erfolgsspur: Die Band ClockClock
Seit 2017 arbeiten die drei nun schon zusammen, haben am Bandpool der Mannheimer Popakademie teilgenommen und jetzt mit „Sorry“ ihren dritten Hit geschafft. Sänger Bojan Kalajdzic erinnert sich in einem Gespräch an die Ursprünge und denkt über deren Zukunft nach.
2021 war das Jahr, in dem sie den Weg in die Charts fanden. Den ersten Schritt in eine vielversprechende Zukunft haben Fabian Fieser, Mark Vonsin und Sänger Bojan Kalajdzic jedoch schon drei Jahr zuvor in Mannheim gemacht. Damals hat es das Trio aus Landau in die Stadt an Rhein und Neckar verschlagen, wo sie sich am Bandpool der renommierten Popakademie beteiligt haben. Seitdem ist einiges geschehen. „ClockClock“ gehört zu den Newcomern des vergangenen Jahres. Mit der Single „Redlight“ setzten die drei Freunde aus der Pfalz ein erstes lautes Ausrufezeichen.
Kooperation mit Berliner Musikprojekt
Der Song ist in einer Kooperation mit dem Berliner Musikprojekt „Glockenbach“ entstanden. Im Juli 2021 erreichte die Single mit Platz 38 ihre höchste Platzierung in den deutschen Radiocharts. Noch im selben Jahr nahmen die Jungs mit den gleichen Produzenten den Song „Brooklyn“ auf, der den Erfolg des Vorgängers noch übertroffen hat: Platz 12. Inzwischen haben sie mit der Single „Sorry“ einen dritten Song herausgebracht. Dem Ohrwurm wird sehr oft im Radio gespielt. Die Produktion erfolgte dieses Mal ohne „Glockenbach“, dafür mit dem bewährten musikalischen Konzept.
„Wir fanden, dass es an der Zeit für eine ganz und gar eigene Single war“, sagt Bojan Kalajdzic, der gerade in Berlin an neuen Songs arbeitet. Warum hier? „Das hat vor allem mit den Produzenten zu tun, mit denen wir kooperieren“, spricht er über das Unterwegssein. „Wir verbringen immer noch viel Zeit in Mannheim, doch andere Partner arbeiten nun einmal an anderen Standorten“. Der Sänger ist für die Lyrics der Songs verantwortlich, die von seinen Produzenten Fabian Fieser und Mark Vonsin finalisiert werden. „Das war von Anfang an als eine Kooperation angelegt“, bemerkt er und kommt auf die Anfänge von „ClockClock“ zu sprechen.
Die Bandgeschichte reicht ins Jahr 2016 zurück
Die „Origin Story“, wenn man so möchte, reicht in das Jahr 2016 zurück, als er sein Auslandssemester in den USA beendet hatte. In Landau, wo er damals studierte, lernte der gebürtige Speyerer seine heutigen Producer kennen, die beide aus Schifferstadt stammen. „ClockClock“ erblickte ein Jahr später das Licht der Welt. Der Name spielt auf das Geräusch an, das entsteht, wenn man zwei Klanghölzer aufeinander schlägt. Der Stil von „ClockClock“ ist eine Mischung aus elektronischer Musik, in die Elemente aus Pop, HipHop und Singersongwriting mit einfließen. Den größten Einfluss auf seinen Gesang hätten Künstler wie Kayne West und Justin Timberlake gehabt.
2018 gelang dem Trio der Sprung in das Förderprogramm der Popakademie. „Mannheim wird für uns immer etwas Besonderes bleiben“, sagt Bojan über die Zeit in besagtem Bandpool, wodurch die Freunde auf sich aufmerksam machen konnten. Erste Angebote aus Berlin trafen ein, wo sie in den letzten Jahren mit unterschiedlichen Produzenten zusammengearbeitet haben. Der entscheidende Wurf gelang ihnen aber zusammen mit „Glockenbach“, dem eine mysteriöse Aura anhängt, da die Mitglieder des Projekts – es sind vermutlich mehrere – nie ohne Maske auftreten. Gleich die erste Single „Redlight“ wurde zu einem Erfolg, an den man mit „Brooklyn“ anknüpfen konnte.
Die geheimnisvollen Produzenten mit Maske
„Mit ,Brooklyn’ wollten wir in der Welt von ,Redlight’ bleiben und die Geschichte weiter erzählen“, erklärt Bojan und lacht, als er auf das ungewöhnliche Auftreten von „Glockenbach“ angesprochen wird: „Jetzt muss ich aufpassen, was ich sage, denn das Geheimnis soll ja nicht gelüftet werden“. Auf jeden Fall habe die Chemie vom ersten Akkord an gestimmt. Seit ein paar Wochen ist nun auch die neue Single „Sorry“ ein gern gehörter Gast im Radio.
„Jeder Song, den wir aufnehmen, ist autobiographisch gefärbt“, macht Bojan deutlich. Das sei bei „Sorry“ nicht anders, wobei es darum gehe, dass einen das Leben in die skurrile Situation bringen kann, in der man sich für etwas entschuldigt, wofür man eigentlich nichts kann. In diesem Fall, weil man jemanden an eine Person erinnert, die diesem Menschen Schmerz zugefügt hat. Die Inspiration für den Text sei aus einem Gespräch in einer Küche entstanden.
Es geht um Nähe und Intimität. Und wo befindet sich ClockClock in ein paar Jahren? „Hoffentlich sind wir dann immer noch zusammen und nehmen mit dem gleichen Enthusiasmus Songs auf“, denkt Bojan laut darüber nach. Das sei auf jeden Fall der Plan für 2022, in dem nach zwei Jahren mit dem großen C endlich eine Tour mit all den schönen neuen Songs starten soll