Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Direkt von Malle nach Steinbach

Höhepunkt der Laufbahn: FSV Schifferstadt.
Höhepunkt der Laufbahn: FSV Schifferstadt.

Der FSV Schifferstadt absolviert seine erfolgreichste Saison seit 39 Jahren. Der Vizemeister der Landesliga spielt gegen TuS Steinbach um den Aufstieg. Die erste von im besten Fall zwei Partien wird am Mittwoch, 19.30 Uhr, beim FSV angepfiffen.

„Es herrscht große Vorfreude und riesige Begeisterung. Für die meisten ist das der Höhepunkt ihrer Laufbahn“, sagt Trainer Christoph Mehrl. Er hat eine wahre Euphorie im Verein und Umfeld der Mannschaft ausgemacht. Der Coach ist sicher, dass seine Jungs über Grenzen gehen. „Trotzdem wollen wir versuchen, die zwei, eventuell auch drei Begegnungen zu genießen.“

Hinter dem Einsatz der angeschlagenen Jan Drese, Fabian Klein und Christopher Reichling steht ein Fragezeichen. Mehrl stellte eine Mannschaft zusammen, die sich über großen Zusammenhalt, Teamgeist und Mentalität definiert.

Diskussionen gab es um den Termin des Rückspiels (Sonntag, 17 Uhr), weil Schifferstadter die Runde auf Mallorca ausklingen lassen wollte. Mit den Aufstiegsspielen hat bei der Buchung keiner gerechnet. Allerdings war das Strecken der Aufstiegsrunde von acht auf zehn Wochen (alle Teams waren zweimal spielfrei) äußerst unglücklich. Statt wie möglich am 22. Mai endete die Serie am 5. Juni.

Teuer umgebucht

„Die meisten Spieler haben den Rückflug auf Sonntagmorgen umgebucht, auch wenn das enorme Kosten verursacht“, erklärt Mehrl. Die Idee, eine Mannschaft aus AH-Spielern und Akteuren der dritten Garnitur (die „Zweite“ ist ebenfalls auf Abschlussfahrt) zu nominieren, wurde verworfen. Der FSV wird am Sonntag nominell mit einem starken Team antreten.

Ob das fit ist, steht auf einem anderen Blatt. „Wir wollen versuchen, diese einmalige Chance zu nutzen“, betont Mehrl. Ein mögliches drittes Spiel wäre am 16. Juni auf neutralem Platz.

Den Sprung in die Aufstiegsrunde hat der FSV erst in den Nachholspielen der Südstaffel zu Beginn 2022 perfekt gemacht. Die Siege gegen Büchelberg (5:1) und in Ruchheim (4:1) waren die Initialzündungen. „Wir haben konstant performt, obwohl wir Woche für Woche umstellen mussten, weil immer wieder Spieler ausgefallen sind“, sagt Mehrl. Dennoch sah es lange nicht nach der Vizemeisterschaft aus. Anfang Mai betrug der Rückstand auf Rang zwei sieben Zähler. Mit vier Siegen zum Abschluss, darunter ein 1:0-Erfolg gegen Meister Bretzenheim und ein 3:2 im entscheidenden Spiel in Grünstadt, sprang Schifferstadt auf Platz zwei. Jetzt soll die Krönung erfolgen.

x