Ludwigshafen Die Minimalisten

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MUTTERSTADT. In der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz hat die Spitzenreiter DJK Eppstein einen großen Kampf geliefert, am Ende hieß es aber 0:1. Es war das vierte Spiel in Folge, in dem die Mutterstadter ohne Sieg blieben. „Wir haben nach dem Rückstand Druck gemacht, sind aber im Angriff zu harmlos“, erklärt FG-Trainer Erdem Kar die Flaute. Zwar hat der Tabellenzwölfte die viertbeste Abwehr, doch nur das abgeschlagene Schlusslicht TuS Sausenheim hat weniger Treffer geschossen als Mutterstadt. Zehnmal in 22 Partien hat die FG kein Tor erzielt, auf der anderen Seite aber nur in zwei Begegnungen mehr als zwei Gegentreffer hinnehmen müssen. Ein Phänomen, das nicht neu ist. Schon in der A-Klasse war die stabile Defensive die Basis für den Aufstieg. „Ein Eckpfeiler des Konzepts ist eine defensive Grundordnung. Dazu zählt, dass die Angreifer Abwehrarbeit verrichten müssen. So wollen wir das Spiel vom eigenen Tor fernhalten“, erklärt der 26 Jahre alte Coach die Ausrichtung der FG.

Zu den Pluspunkten – und das kann im Abstiegskampf entscheidend sein – zählen eine große mannschaftliche Geschlossenheit, ein intakter Teamgeist, ein gutes taktisches Verhalten und eine realistische Selbsteinschätzung. „Mit individueller Klasse können wir nicht punkten, aber wir sind ein unangenehmer Gegner. Nur beim 0:3 gegen Arminia Ludwigshafen II und dem 0:2 gegen Weisenheim waren die Gegner klar stärker“, verdeutlicht Kar. In allen anderen Partien habe sich sein Team bestens verkauft.

„Saisonziel ist Rang zwölf. Den haben wir im Moment erreicht. Behalten wir diesen Platz, dann sind wir sicher gerettet“, betont der Coach. In den restlichen acht Spielen trifft Mutterstadt noch auf alle vier Teams, die hinter der FG stehen. In Mutterstadt ist keiner überrascht, dass es um den Ligaverbleib geht. Auch das kann ein Vorteil im Abstiegskampf sein.

Mit welchem Trainer es im Sommer weitergeht, ist genauso offen, wie die Liga, in der Mutterstadt antreten wird. „Mir geht es um die sportliche Perspektive und die Rolle der Zweiten Mannschaft im Verein“, sagt Kar. Vor Wochen schien sein Abschied vorprogrammiert, jetzt gibt es offenbar noch eine Chance, den bei der Mannschaft beliebten Trainer zu halten. Einige Spieler sollen zur ersten Garnitur aufrücken, andere scheiden aus. Kar will einen wettbewerbsfähigen Kader und würde die FG ungern verlassen. „Ich bin seit 17 Jahren hier. Das ist eine Herzensangelegenheit“, sagt er. (thl)

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