Ludwigshafen Die bunte Welt von morgen

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Mutterstadt. Wie soll die Welt von morgen aussehen – nicht irgendwo, sondern genau dort, wo wir leben? Mit dieser Frage haben sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf Einladung der Lokalen Agenda 21 Mutterstadt in Kunstworkshops auseinandergesetzt. Ihre Ideen und Vorstellungen sind noch bis 14. November in der Ausstellung „Von hier aus – von uns aus“ im Rathaus Mutterstadt zu sehen. Die Ergebnisse stellten die leitenden Künstler Sabine Amelung und Jürgen Hatzenbühler vor.

Mit Wasser als kostbare Ressource schonend umgehen, Autos, die sich klein machen können, ein Wald, in dem Tiere mit den Kindern spielen – das waren nur einige von vielen Ideen, die in den Workshops in diesem und im vergangenen Jahr zusammengetragen wurden. Es sei darum gegangen, das abstrakte Thema Nachhaltigkeit kreativ zu erschließen – mit überraschenden Ergebnissen, sagten die Leiter Sabine Amelung und Klaus Hatzenbühler. Zunächst waren Mitglieder der Lokalen Agenda 21 Mutterstadt selbst eingeladen, mit Pinsel und Farben aktiv zu werden, überrascht, aber auch erschrocken, was auf sie zukommt, berichtete Jürgen Hatzenbühler. Während der einjährigen Projektzeit hatten sich dann auch Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der Gemeinde über die Welt von morgen Gedanken gemacht – und zwar alle zu den gleichen Aufgaben mit den gleichen Materialien. Einen besonderen Dank sprach Sabine Amelung der Mandelgrabenschule aus, die sich spontan ebenfalls an dem Projekt beteiligte. Generell hätten die Kinder relativ schnell Bilder für den abstrakten Begriff der Nachhaltigkeit gefunden. „Es sind tolle Ideen entstanden“, erzählte Amelung. Eine Herausforderung sei das Thema einen „Turm der Nachhaltigkeit“ nur mit Schere und Papier herzustellen gewesen. Die Teilnehmer hätten im Workshop Ideen gefunden und Techniken für stabile Formen entdeckt, zum Beispiel durch Einschneiden und Zusammenstecken, berichteten die Leiter. Fantasievoll und bunt stellten sich die Teilnehmer die Welt von morgen vor. Fürs Wohnen im Alter hatten die Kinder Häuser für 100 Leute vorgeschlagen, mit vielen Gemeinschaftsräumen, um sich dort zu treffen. Entstanden ist auch ein „Schiff der Nachhaltigkeit mit vielen Wohneinheiten, das sich im Hafen klein machen kann“, stellte Sabine Amelung ein weiteres Beispiel vor. Nicht nur Ideen, sondern auch Erkenntnisse durch die gemeinsame Aktivität hätten die Teilnehmer gewonnen: „Wenn ich noch jemand an meiner Seite habe, dann wird der Wunsch umso schöner und die Wahrscheinlichkeit, dass er wahr wird, größer.“ Unter dem Thema „Handeln im Verbund“ waren die Teilnehmer zudem gefordert, aus Wollfäden Kunstwerke zu erstellen und diese untereinander zu tauschen. Dass Begriffe wie „Austauschen“, „Koordinieren“ , „Wege verlassen“ und „Gemeinschaft fühlen“, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, doch zusammengehören, stellten die Teilnehmer in einem abschließenden Kunstwerk unter dem Titel „Handlungsraum“ dar. Eine positive Bilanz des „Kunstprojekts von morgen“ zogen auch die Initiatoren Brigitte Dittrich-Krämer und Bernd Feldmeth von der Lokalen Agenda 21 Mutterstadt und auch Bürgermeister Hans-Dieter Schneider. „Die Kunst als Katalysator“ zu nutzen, sei „eine völlig andere Art“, das Thema Nachhaltigkeit anzugehen, sagte Brigitte Dittrich-Krämer, die auch selbst an einem Workshop teilgenommen hatte. Auch die Förderung durch Landesmittel aus dem Programm „Jedem Kind seine Kunst“ sei eine Bestätigung gewesen, freuten sich die Initiatoren und die künstlerischen Leiter. Umrahmt wurde die Veranstaltung vom Streichquartett der Jugendmusikschule unter Leitung von Hiltrud Wies. Noch Fragen? Die Ausstellung „Von hier aus – von uns aus“ ist im Rathaus Mutterstadt noch bis 14. November zu sehen. Öffnungszeiten: montags und dienstags, 8 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr, mittwochs, 8 bis 12 Uhr, donnerstags, 8 bis 12 Uhr und 13.30 bis 18 Uhr, sowie freitags 8 bis 12.30 Uhr.

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