Ludwigshafen
Dickes Dankeschön an die DRK-Familie
Es hat sich einiges getan, seit der Funke von Henry Dunant am 28. Juli 1870 die „Freiwillige Sanitätskolonne“ als „Verein zur Pflege Verwundeter“ in Ludwigshafen zündete. Aus dem Verein wurde längst eine moderne Hilfsorganisation mit DRK-Kreisverband und DRK-Altenhilfe, die zuverlässig gesellschaftlich wichtige und notwendige Aufgaben im Zeichen der Menschlichkeit wahrnimmt.
„Die Aufgaben haben sich über die Jahre geändert, aber die grundsätzliche Hilfe blieb all die Jahre gleich“, erklärte Kreisverbandspräsident Willi Dörfler und dankte dafür allen Haupt- und Ehrenamtlichen, die dieses herausragende Engagement erbringen. Zum Jubiläum, das pandemiebedingt mit drei Jahren Verzögerung gefeiert wurde, richtete er deshalb den Appell an die zahlreichen Vertreter der Politik, „diese haupt- und ehrenamtlichen Helfer in ihrer Arbeit besser zu schützen und zu unterstützen.“
Vom Bezirksverband hatte Präsidentin Bettina Göbelsmann die höchste Wertschätzung mitgebracht: die Henry-Dunant-Plakette. Eine symbolträchtige Auszeichnung. „Die Plakette ist nicht etwa aus Metall, sondern aus weißem Porzellan, wie auch die Welt zerbrechlich und verwundbar ist. In dieser Welt bewegen wir uns als stabiler Partner für die Menschen“, sagte Göbelsmann bei der Übergabe an den Kreisverbandspräsidenten.
Geschenk der OB
Und auch Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (parteilos) hatte dem Kreisverband ein Geschenk mitgebracht. Das DRK als stärkste Einheit im Katastrophenschutz erhielt den ersten „Gerätewagen Sanität“ mit einer hochmodernen medizinischen Ausrüstung zum Einsatz bei vielen Opfern. „Es sieht aus wie ein Möbelwagen, ist aber der neuste Stand der Technik“, versicherte Steinruck bei der Schlüsselübergabe. Dem rund 250.000 Euro teuren Einsatzfahrzeug sollen nach und nach weitere für die anderen Hilfsdienste folgen. „Unser Ziel ist es, die gesamte Blaulichtfamilie technisch auf den neusten Stand zu bringen.“ Das unterstütze nicht nur die Helfer in ihrer Arbeit, sondern unterstreiche außerdem, „wie wichtig wir den Bevölkerungsschutz nehmen“, betonte Steinruck.
Neustadts OB Marc Weigel hatte hingegen lediglich ein „Dankeschön“ mitgebracht. Ein großes allerdings. „An die Menschen, die diese Einrichtung schon so lange tragen.“ An die Menschen, die sich für die Belange ihrer Mitmenschen einsetzen und die bereit seien, Verantwortung zu übernehmen. „Bleiben Sie ihrer Organisation auch in schwierigen Zeiten treu“, rief er die Mitarbeiter auf. Die Herausforderungen würden sich zwar ändern, aber sie würden bleiben.
„Auf viele Fragen der Zukunft haben wir noch keine Antwort“, erklärte Göbelsmann in ihrem Grußwort, „aber wir setzen dabei auf viele Rotkreuzler, die den Gedanken von Henry Dunant im Herzen tragen.“ Gedanken von Zusammenhalt, Mitmenschlichkeit und Hilfe. Werte, auf die sich die Rotkreuz-Familie schon immer gestützt habe. Schon immer habe dabei die Vorgabe gegolten, Menschen in Not zu helfen, unabhängig von Religion oder Hautfarbe, wie es König Cephas Bansah in seinem Videogrußwort sehr treffend beschrieben hatte.
Präsident Dörfler kündigte ungebrochenen Einsatz an: „Die Gesellschaft verändert sich. Und wir uns mit ihr. Ich finde, das haben wir bis jetzt sehr gut gemacht.“ Auch er geht deshalb davon aus, dass der Kreisverband im Jahr 2070 sein 200. Jubiläum feiern kann. Dann gerne ohne Verzögerung.