Ludwigshafen Der Weg zum Werk: BASF befragt alle Mitarbeiter

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Vom Abriss der Hochstraße Nord – voraussichtlich ab Ende 2019 – sind zahlreiche BASF-Mitarbeiter betroffen. Der Chemiekonzern bereitet sich darauf mit einer Mobilitätsbefragung im Oktober vor.

Jeder Mitarbeiter am Standort Ludwigshafen hat im kommenden Monat die Möglichkeit, bei der Umfrage mitzumachen. Dabei soll es unter anderem darum gehen, wie der Aniliner aktuell zur Arbeit kommt und wie sich sein Verhalten durch andere Angebote ändern könnte. Das sagte BASF-Arbeitsdirektor Michael Heinz gestern bei einem Pressegespräch. Bis Anfang 2018 soll die Befragung ausgewertet werden, dann werden die Mitarbeiter über die Ergebnisse informiert, der Konzern wiederum prüft, welche Schlüsse er darauf ziehen kann. „Wenn ein Mitarbeiter mehrfach umsteigen muss, nutzt er die Nahverkehrswege nicht“, sagte Heinz und verwies darauf, dass die BASF Ende Mai einen Vertrag für den S-Bahn-Anschluss des Werks unterzeichnet hat (wir berichteten). Ab Ende 2018 soll das Streckennetz der S-Bahn Rhein-Neckar bis auf das Werksgelände führen. Derzeit würden nur etwa 1300 Mitarbeiter die S-Bahn nutzen, um zur Arbeit zu kommen, ergänzte Heinz. „Das muss sich mehr als verdoppeln.“ Doch es gibt noch andere Ideen, wie die Mitarbeiter in Zukunft direkter zu ihrem Arbeitsplatz gelangen könnten. In einem Workshop sei die Idee sogenannter Hubs (englisch für „Knotenpunkt“) entstanden. An diesen zentralen Stellen in mehreren Städten der Region könnten Busse abfahren, die Mitarbeiter bis nach Ludwigshafen ins Werk und direkt zu den Produktionsstätten fahren. Heinz verwies in diesem Zusammenhang auch auf viele Mitarbeiter, die „in der Fläche“ wohnen und nicht direkt an die S-Bahn angeschlossen sind. Zu den „Hubs“ wäre auch ein Modellprojekt als Test denkbar, so der 53-Jährige. Ob im Zuge des Hochstraßenabrisses ein Job-Ticket für BASF-Mitarbeiter eingeführt wird, ließ er weiter offen. Die Frage sei, ob die Verkehrsbetriebe künftig attraktivere Konditionen als bislang anbieten können. Engpässe im Straßennetz, unter anderem durch den Hochstraßenabriss, betreffen auch den Güterverkehr der BASF. Dazu werde darüber nachgedacht, Lastwagenfahrer mit speziellen Apps auszustatten, um die Wege zu optimieren. Überhaupt stellt die BASF das Logistikkonzept am Standort Ludwigshafen derzeit um. Mitte 2018 soll ein vollautomatisches Tankcontainer-Lager in Betrieb gehen, das derzeit gebaut wird. Heinz ist heute seit genau 138 Tagen BASF-Arbeitsdirektor und Standortleiter für Ludwigshafen. „Ich bin gut angekommen“, sagt er. Da er möglichst viele der rund 34.500 Standort-Mitarbeiter persönlich kennenlernen möchte, hat er sich vorgenommen, pro Woche einen der 200 Betriebe im Werk zu besuchen. Dabei komme ihm seine Erfahrung im Mannschaftssport zugute. Heinz war lange aktiver Wasserballer. Er wisse, dass man mit einer guten Teamleistung viel bewegen könne. Wirtschaft

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