Ludwigshafen Der Dorfpolizist als Weihnachtsmann

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Mutterstadt. Gut angenommen worden ist die Waldweihnacht der Bürgerstiftung Mutterstadt am vergangenen Sonntag. Das Programm bereicherten nicht nur der Besuch eines Weihnachtsmanns, sondern auch zahlreiche Auftritte von Kindern und Tänzern.

Die kleine Sophia ist in ihrem Schneeanzug warm eingepackt. Ihr Papa nimmt sie auf dem Parkplatz Huckepack. Dort gibt es kurz vor 12 Uhr noch einige Parkplätze, eine Stunde später wird die Parkplatzsuche schon schwieriger. Die Waldweihnacht der Bürgerstiftung Mutterstadt ist wirklich gut besucht. Eine Seniorengruppe, die sich dort zum Frühschoppen verabredet hatte, bricht nun auf und wünscht sich noch schöne Weihnachten. Ihre Plätze werden sogleich von den Grundschul-Eltern eingenommen, die auf den Auftritt ihrer Kleinen warten. Zwischen den Bänken tragen andere Eltern Bratwürste, Waffeln und Glühwein umher. Es ist Mittagszeit und alle haben Hunger. Gebrutzelt werden die Würste von engagierten Ehrenamtlichen mit auffallend roten Weihnachtsmannmützen auf dem Kopf. Der Hauptweihnachtsmann an diesem Mittag aber steht schon auf der Bühne. In seinem anderen Leben heißt er Heinz Itschert – man kennt ihn noch als Dorfpolizisten – und weil er schon mit seinem Rauschebart zu kämpfen hat, hat er sich einen jungen Gehilfen mitgebracht, der seinen Sack voller Süßigkeiten trägt. Es ist der zehnjährige Collin Bentz, der das Handwerk des Weihnachtsmannes erlernen möchte. Während sich die Eltern mit Fotoapparat und Kamera bewaffnen, machen sich die Schüler der Grundschule Im Mandelgraben und der Pestalozzischule für ihren Auftritt bereit. Sie haben moderne und traditionelle Weihnachtslieder einstudiert, Gesten zu den Strophen eingeübt und schlagen den Rhythmus so manchen Liedes auf der Triangel und auf den Klanghölzern mit. Verse und Gedichte sagen sie auf. Der Erlös dieses Tages ist für ihre Schulen bestimmt, denn die Bürgerstiftung ist ein Verein von Mutterstadtern, die sich für Mutterstadt engagieren. Bürgermeister Hans-Dieter Schneider bedankt sich für das Engagement. „Die Bürgertiftung übernimmt Aufgaben, die von der Gemeinde nicht abgedeckt werden können.“ Nachdem gesungen wurde und die Bratwurst vertilgt ist, gehen viele der Kinder zu den Mitarbeiterinnen der Gemeindebibliothek, denn die haben sich tolle Bastelaktionen einfallen lassen. Und wer nicht selbst kreativ werden möchte, findet sich beim Kinderschminken ein oder geht mit einem der Lamas spazieren. Dass man Weihnachten nicht nur besinnlich und ruhig feiern kann, sondern es auch mal laut und sehr schwungvoll zugehen darf, beweisen später die Tänzer der Dany Dance Hip-Hop-Familie aus Neuhofen und die Flying Caterpillas des TuS Gronau. |uln

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