Ludwigshafen
Das spontane Interview in Ludwigshafen: Dieter Jung informiert Bürger zum Hochstraßen-Abriss
Irgendwo in Lu sind wir jede Woche auf der Suche nach interessanten Gesprächspartnern. Am Montag haben wir Dieter Jung getroffen. Der 53-jährige Ludwigshafener ist in der Tourist-Info am Berliner Platz Ansprechpartner für Fragen zum Abriss der Hochstraße Süd.
Offiziell hat ihr Einsatz heute um 14 Uhr begonnen. Gab es schon die ersten Anfragen?
Ja! Die ersten Anfragen kamen schon per Mail am Freitag. Und heute haben meine Kollegen hier schon einige Telefonanrufe gesammelt.
Was interessiert die Leute?
Die meisten Nachfrager wollen wissen, wohin das Abbruchmaterial kommt. Außerdem wollen viele wissen, ob die Zufahrt auf die Konrad-Adenauer-Brücke über die Yorckstraße geöffnet bleibt.
Und was antworten Sie den Leuten?
Der Großteil des Abbruchmaterials, das sind sicher 90 Prozent oder sogar noch mehr, wird recycelt. Das Abriss-Unternehmen Moß befindet sich dazu gerade in Verhandlung mit regionalen Firmen, um die Lieferwege für die rund 1500 Lkw-Ladungen kurz zu halten.
Und die Zufahrt?
Der genaue Bauablauf ist noch nicht bekannt. Stand heute wird die Zufahrt zur Brücke im Verlauf der Abbrucharbeit nur an einem Wochenende gesperrt. Wann genau das sein wird, werden wir rechtzeitig auf den uns zur Verfügung stehenden Kanälen bekanntgeben.
Können Sie alle Anfragen direkt beantworten?
Nein, nicht alle. Was ich direkt beantworten kann, das werde ich auch beantworten. Manchmal, gerade was die genauen zeitlichen Abläufe betrifft, muss ich auch erst einmal Rücksprache halten und leite die Informationen im Anschluss weiter.
Mich würde interessieren, ob ein Kälteeinbruch die Abrissarbeiten verzögern könnte …
Das weiß ich auf Anhieb nicht. Das kann ich aber in Rücksprache mit dem Polier klären. Überhaupt werde ich an jedem Arbeitstag erst einmal im Container bei der Bauleitung vorbeisehen und hören, was es Neues gibt.
Wie sind Sie überhaupt zur Stelle als „Baustellenflüsterer“ gekommen?
Das war alles sehr kurzfristig. Unsere Oberbürgermeisterin wollte diese Anlaufstelle schaffen, die Marketinggesellschaft Lukom hat mich gefragt, ob ich mir das vorstellen kann.
Haben Sie für diese Stelle Vorbilder?
Mein Vorgesetzter Markus Lemberger ist in dieser Hinsicht ein wichtiger Ansprechpartner. Er hat diese Rolle vor 20 Jahren beim Umbau des Berliner Platzes ausgefüllt.
Sind Sie nur Ansprechpartner für den Abbruch oder auch für den Aufbau?
Es ist zunächst einmal auf unbestimmte Zeit. Ich gehe davon aus, dass ich als Ansprechpartner und Bindeglied auch den Aufbau begleiten werde.