Ludwigshafen „Das ist nicht hinnehmbar“

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Die Rettungsleitstelle Vorderpfalz macht täglich rund 360 Krankentransporte zu Kliniken und Ärzten in Ludwigshafen. Die kämen aber häufig unpünktlich, ärgert sich Felizitas Fritzsch. Daher würden wichtige Behandlungstermine versäumt. Die Leitstelle will dieser Kritik nun mit einem neuen Einsatzleitsystem entgegenwirken.

„In den vergangenen zwei Jahren habe ich persönlich mitbekommen, dass mindestens fünf Krankentransporte für Hin- und Rückfahrten nicht eingehalten wurden. Das ist eine zusätzliche, nicht hinnehmbare Belastung für kranke alte Menschen“, beschwert sich Felizitas Fritzsch. Die 64-Jährige kümmert sich seit gut zwei Jahren um einen kranken Freund im Stadtteil Rheingönheim. Sie begleitet ihn auf der Hin- und Rückfahrt in die BG Unfallklinik und zu den niedergelassenen Fachärzten. „Vor allem zur BG Unfallklinik hat bisher keine einzige Fahrt ohne erhebliche Verspätungen geklappt“, berichtet Fritzsch. Als Grund für die unpünktlichen Transporte vermutet sie, dass eingehende Bestellungen nicht richtig abgearbeitet werden. „In der Leitstelle werden aus finanziellen Gründen beispielsweise zehn Fahrten auf 9 Uhr gelegt. Da ist klar, dass die Transporte nicht pünktlich durchgeführt werden können“, meint sie. Die Geschäftsführerin der Rettungsleitstelle Vorderpfalz, Anna Meinhardt, bedauert die verspäteten Transporte. „Wir haben viele Transportwagen zur Verfügung und nehmen daher bei Vorbestellungen auch mehrere Einsätze zur gleichen Zeit an. Sie werden dann unter Berücksichtigung der Kapazitäten auf die Fahrzeuge verteilt“, erklärt sie. Dabei werde kein Unterschied zwischen der Fahrt zu Kliniken und Ärzten gemacht, ergänzt sie. „Verzögerungen können aber entstehen, wenn Kliniken und Ärzte kurzfristige und daher nicht planbare Krankentransporte bestellen“, erklärt Meinhardt. Auch plötzliche Notfälle oder die Reinigung von Fahrzeugen, mit denen infizierte Menschen transportiert wurden, könnten zu Wartezeiten führen. Diesen Verspätungen seien jedoch mit einem im vergangenen Oktober eingeführten Einsatzleitsystem der Kampf angesagt worden. „Außerdem statten wir die Rettungsmittel jetzt mit GPS-Ortung aus, um Leerfahrten zu reduzieren und die Pünktlichkeit zusätzlich zu erhöhen“, versichert Meinhardt. (crs)

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