Ludwigshafen „Das hat wunderbar geklappt“

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Mit der gestrigen Einweihung der Mosaikschule am Sozialpädiatrischen Zentrum in Oggersheim erhalten behinderte Kinder in Ludwigshafen und der Umgebung neue und bessere Möglichkeiten der therapeutischen und sozialen Betreuung. Der Neubau mit einer Fläche von insgesamt 500 Quadratmetern wurde in nur acht Monaten errichtet. Die Kosten von rund 1,5 Millionen Euro tragen die Stadt und beteiligte Kommunen aus der Region.

„Im März war Spatenstich, Ende Juli Richtfest und nur drei Monate später stehen wir hier. Das alles hat wunderbar geklappt“, freute sich Ludwigshafens Sozialdezernent Wolfgang van Vliet (SPD) über die Einweihung des Erweiterungsbaus der Oggersheimer Mosaikschule. Sie trägt den Beinamen „Schule mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung“. Auch die geschätzten Baukosten von 1,5 Millionen Euro seien eingehalten worden, lobte der Sozialbürgermeister bei der Feierstunde. Getragen werden diese nicht von Ludwigshafen allein, sondern von allen an den Zweckverbänden „Schule“ (27 Prozent Anteil) und „Kinderzentrum“ (73 Prozent Anteil) beteiligten Gemeinden. Dabei sind hier seit 1973 die Städte Frankenthal, Ludwigshafen, Speyer und der Rhein-Pfalz-Kreis. Ziel war es von Beginn an, für die medizinische, therapeutische und soziale Betreuung entwicklungsgestörter, körper- und sinnesbehinderter Kinder zu sorgen. Dazu wurde 1979 nahe der Integrierten Gesamtschule Ernst Bloch ein damals sogenanntes Zentrum für Körperbehinderte gebaut. In den 35 Jahren seines Bestehens hat das Kinderzentrum sein Aufgabenspektrum erheblich ausgeweitet. Mittlerweile gibt es hier ein Sozialpädiatrisches Zentrum mit Frühförderung (SPZ), in dem jedes Jahr 1600 Kinder aus der Region betreut werden. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt bei der Erkennung und Behandlung von Entwicklungsstörungen und drohenden Behinderungen von Kindern und Jugendlichen. Dazu arbeiten Fachdisziplinen der Kinderheilkunde, Psychologie und Heilpädagogik/Sozialpädagogik unter einem Dach zusammen. Schwerpunkt der Mosaikschule im SPZ ist die Förderung der motorischen Entwicklung. „Das neue Gebäude fügt sich gut in die Umgebung ein“, bedankte sich Irmgard Treiss, Leiterin des SPZ mit Frühförderung, für die Arbeit des Architekten Albrecht Brunner vom Büro Horlacher, Neuhofen. „Wir haben jetzt mehr Raum für Therapie, Logopädie, ärztliche Behandlung und Konferenzen und freuen uns auf die Arbeit darin“, meinte Treiss. Im Neubau stehen über 400 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung, auch für Sozialräume und ein Sekretariat. „Es ist etwas Neues entstanden, von dem wir profitieren dürfen. Wir sehen es als Auftrag, uns noch besser zu vernetzen“, bilanzierte Birgit Bautz-Müller, Schulleiterin der Mosaikschule. „Ein dickes Danke ist heute angesagt.“ Wie van Vliet ankündigte, sollen im Dezember auch die Sanierungsarbeiten mit Erneuerung des Brandschutzes im benachbarten Gebäude des SPZ beginnen. Diese sollen bis 2018 andauern. Geschätzte Kosten: 10,5 Millionen Euro.

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