Fussball
Das Gesicht der Arminia
Gemeint ist die Europameisterschaft der Polizei, die 2023 in England stattfindet. Dort ist Deutschland Titelverteidiger. Einer der herausragenden Akteure in diesem Team ist Arminias Kapitän Nico Pantano, der vor vier Jahren bei der EM in Tschechien erheblich zum Erfolg beitrug. Im Finale war er am Sieg gegen den Ausrichter mit einem Tor und einer Vorlage maßgeblich beteiligt. „Zunächst stehen aber die Landesmeisterschaften vor der Tür“, informiert Pantano, der mit der rheinland-pfälzischen Auswahl im September zu den Titelkämpfen ins schleswig-holsteinische Eutin fährt, nachdem die Auswahl Berlins ausgeschaltet wurde. Die Partien in Eutin sind komplett unter der Woche, sodass die Nummer 10 kein Spiel mit der Arminia verpasst.
Pantano geht in seine achte Saison beim FCA
Überhaupt hat der 30-jährige Spielgestalter nur in sieben Oberligaspielen gefehlt, seit er 2015 zur Arminia kam. Er geht in seine achte Saison beim FCA, und wenn er unverletzt bleibt, wird er noch vor Weihnachten Arminias Oberliga-Rekordspieler Tim Amberger einholen. „Ich hätte nicht gedacht, dass das schon so bald ist“, sagt Pantano, der seit einem halben Jahr Vater von Söhnchen Carlo ist. Außer Frage stand, dass er als Spielführer bestätigt wird. „Nico ist ein absolute Identifikationsfigur. Er verkörpert den Verein und ist unglaublich wichtig für die Mannschaft. Dazu hat er einen Topcharakter“, sagt der neue Coach Andreas Brill, der zuvor Co-Trainer von Marco Laping war. Dieser tritt aus beruflichen Gründen etwas in den Hintergrund.
„Auch wenn wir sehr gute Spieler verloren haben, bin ich vor der neuen Serie positiv gestimmt. Wir dürfen allerdings nicht so vermessen sein, wieder eine solche super Saison wie die im vorigen Jahr zu erwarten“, schätzt Pantano die Lage wohl realistisch ein. Der Kommissar, der mit den Routiniers Fabian Herchenhan, Lukas Hartlieb, Yakub Polat und Piero Adragna den Mannschaftsrat bildet, betont aber, dass die neuen und fast durchweg jungen Akteure bisher einen sehr guten Eindruck hinterlassen haben. Damit liegt er auf einer Wellenlänge mit Brill. „Die Neuverpflichtungen sind gut integriert und schon sehr weit“, verdeutlicht der Coach.
Testpartie bei Bundesligist Hoffenheim als Erlebnis
Ein Erlebnis sei die Testpartie beim Bundesligisten TSG Hoffenheim gewesen, auch wenn der FCA 0:9 verloren hat. „Die Vorgabe war, unser Spiel versuchen durchzubringen und nicht mit einer massierten Defensive ein gutes Ergebnis zu ermauern“, betont Brill. Bei perfekten Bedingungen im Hoffenheimer Dietmar-Hopp-Stadion sei die Arminia zu zwei, drei Möglichkeiten gekommen. „Bundesliga, das ist natürlich eine ganz andere Geschwindigkeit. Und wenn Rutter oder Dabbur eine Chance haben, dann es ist ein Tor“, hat Brill festgestellt. Insgesamt habe der FCA aber einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. TSG-Trainer André Breitenreiter habe die Spielweise und den Mut gelobt.
Bei der Generalprobe gegen Speyer (4:2) hätten sich jedoch noch Mängel offenbart. „Einsatz, Wille und Zug nach vorne waren zwar erkennbar, aber spielerisch hat es in der einen oder anderen Situation noch gehakt“, bemängelt der Coach. Vor allem im Umschalten nach hinten gebe es noch Luft nach oben. Das dürfe sich das Team gegen Elversberg II, das möglicherweise mit Akteuren aus dem Drittliga-Kader antritt, nicht erlauben. Die Saarländer, die in Daniel Demmerle einen neuen Trainer haben und zum Auftakt gegen den 1. FC Kaiserslautern II 1:1 spielten, seien ein spiel- und laufstarkes Team.