Wir über uns Das erste halbe Desk-Jahr
Seit sechs Monaten arbeiten wir inzwischen mit den Kollegen aus Frankenthal und Speyer in neuen organisatorischen Strukturen. Das sogenannte Desk für die Vorderpfalz mit Blattmachern und Reportern soll die Zusammenarbeit zwischen den Redaktionen intensivieren, einen größeren Austausch ermöglichen, Raum für mehr gemeinsame Themen schaffen und eine effizientere Arbeitsorganisation.
Weil sich Kollegen (die festgelegten Blattmacher) aus allen drei Redaktionen im Wechsel um den E-Mail-Eingang und um aktuelle Beiträge kümmern, diese redigieren, nachhaken, das Layout aufreißen und parallel den Digital-Auftritt im Blick haben, können Reporter losgelöst davon Themen recherchieren und schreiben. So ist zumindest die Theorie. In der Praxis ist das manchmal gar nicht so einfach.
Alle ziehen an einem Strang
Coronabedingt sitzen die Desk-Kollegen (drei für die Städte, zwei für den Rhein-Pfalz-Kreis), also die jeweiligen Blattmacher, erst seit Anfang Juni in Präsenz zusammen. Davor liefen Absprachen weitgehend telefonisch oder über andere Kanäle. Der Aufwand solcher Konferenzen ist ungleich höher, als wenn man sich direkt in einem Raum gegenübersitzt. Die Pandemie schlägt uns auch jetzt erneut ein Schnippchen, weil sich Infektionen wieder häufen und dann unterm Strich Personal fehlt.
Trotz aller Widrigkeiten haben wir die Strukturreform – im laufenden Tagesgeschäft – prima hinbekommen. Die jeweiligen Teams und ihre Assistenzen ziehen alle an einem Strang. Das ist schon beeindruckend. Auf einer Klausurtagung haben wir am Samstag Bilanz des ersten halben Jahres gezogen – verbunden mit der Hoffnung, das Gesamtprodukt noch attraktiver zu machen. Ich bin mir sicher, dass uns das gelingen wird.
Der Autor
Steffen Gierescher, 53, leitet die Lokalredaktion seit Herbst 2009.