Ludwigshafen Dabeisein ist alles

Ludwigshafen. „Dabeisein ist alles“ lautet in dieser Saison das Motto der Oberliga-Mannschaft der TSG Mutterstadt. Das durch zahlreiche Abgänge von Leistungsträgern geschwächte Team ist diese Runde nicht mehr konkurrenzfähig und vermochte auch am dritten Spieltag gegen den Wormser Schachverein nur ansatzweise mitzuhalten. Mit 2:6 verlor die TSG am Ende in der ungefähr erwarteten Höhe. Einen Kantersieg feierte derweil der SC Schifferstadt in der Zweiten Pfalzliga.
Erst vor drei Wochen hatten die Mutterstadter beim Zweitliga-Absteiger Caissa Schwarzenbach die Höchststrafe erhalten – ein glattes 0:8. Gegen Worms standen die Chancen auf den einen oder anderen Brettpunkt deutlich besser, da die Rheinhessen drei Ausfälle zu kompensieren hatten, während die TSG-Schachspieler in Bestbesetzung antraten. Doch selbst in dieser Konstellation fiel der Vergleich der durchschnittlichen DWZ (Deutsche Wertungszahl, gibt Auskunft über die Spielstärke) eindeutig aus: Mit 2132 gegen 1971 Punkte ging Worms als haushoher Favorit in den Mannschaftskampf. Immerhin gelang den Gastgebern in Person von Heiner Scheiblauer der erste volle Punktgewinn der Saison. Trotz eines frühen Bauernverlustes spielte Scheiblauer mit den weißen Steinen eine taktisch anspruchsvolle Partie und nutzte das bessere Zusammenspiel seiner Figuren aus. Günter Haag und Fauad Reha (letzterer gegen den Ex-Mutterstadter Steffen Schluchter) einigten sich zeitig auf Punkteteilungen. Besonders bitter lief der Mannschaftskampf aus der Sicht von Patrick Köhler. Gegen den starken Wormser Roland Ollenberger hatte sich der Mutterstadter ein Bauernplus erarbeitet und lehnte entsprechend zwei Remisangebote ab. Sein Kontrahent aber verteidigte sich im weiteren Spielverlauf zäh und rückte am Ende mit seinem einzig verbliebenen Bauern unaufhaltsam vor, sodass Köhler nach vollen sechs Stunden Spielzeit doch noch aufgeben musste. Unterdessen hatten die anderen Mutterstadter – Andreas Ehringer, Jens Kohlbruch, Ivo Edel und Horst Ledig – die Überlegenheit ihrer Gegner anerkennen müssen. Mit 0:6 Mannschaftspunkten und einer Ausbeute von 4,5 Brettpunkten verharrt Mutterstadt weiter am Tabellenende, auch am nächsten Spieltag gegen Turm Illingen wird die TSG allenfalls Außenseiterchancen haben. Deutlich besser lief es am Wochenende für den SC Schifferstadt. In der dritten Runde der Zweiten Pfalzliga fegte der SCS seine Gastgeber von Caissa Jockgrim mit 7:1 von den Brettern. Für Schifferstadt gewannen Christoph Holz, Christian Senk, Alexander Pelt, Christian Biedinger, Gerhard Mares, Andreas Teuffer und Paul Turner. Allein Mannschaftsführer Tobias Faulhaber scherte aus der Phalanx aus und ermöglichte Jockgrim den Ehrenpunkt. Dank des Kantersieges verbesserte sich der SCS auf Platz fünf, am nächsten Spieltag bekommt es der Club mit dem SC Speyer-Schwegenheim zu tun. (mrb)