Ludwigshafen Dürftige Ausbeute

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LUDWIGSHAFEN. Kein erfolgreiches Wochenende hat es für die Schachvereine aus Ludwigshafen und Mutterstadt bei ihren Auftritten in den Rheinland-Pfalz-Ligen gegeben. Während der SK 1912 Ludwigshafen dem SK Landau II unterlag, gab es eine Liga tiefer auch für die TSG Mutterstadt und Schachhaus Ludwigshafen jeweils die erste Saisonpleite.

Gegen den SK Landau II erwartete die Ludwigshafener ein enges Rennen. Mit jeweils 2077 DWZ-Punkten im Durchschnitt traten beide Teams exakt gleichstark an. Nach einem frühen Unentschieden von Stefan Johann an Brett zwei musste sich Ersatzmann Manfred Derlich an Position acht geschlagen geben. Derlich hatte zwar das drohende Opfer seines Gegners vorausgesehen, nicht jedoch dessen Schlusspointe, welche die Partie entschied. Für den Ausgleich sorgte Andreas Gypser, der sein Endspiel erfolgreich abwickelte. Nach einem weiteren Remis von Hermann Krieger brachte die Niederlage von Reiner Junker die „Zwölfer“ wieder in Rückstand. Junker unterlief bei schlechterer Stellung in akuter Zeitnot ein grober Patzer, der das sofortige Partieende zur Folge hatte. Beim Stand von 2:3 mussten die Ludwigshafener viel riskieren, wobei dem jungen Johannes Feldmann eine Schlüsselrolle zukam. Mannschaftsführer Andreas Lambert besorgte dank eines Mehrbauern den zwischenzeitlichen Ausgleich, Roland Simon erreichte nach einer wechselvollen Sechs-Stunden-Partie eine Punkteteilung. Nun kam es auf Feldmann an, der seinen Kontrahenten zunächst überspielt hatte, ohne jedoch die Entscheidung zu erzwingen. Im Laufe des Endspiels überzog er seine Partie und musste sich am Ende wegen zweier Bauern weniger noch geschlagen geben. Durch das 3,5:4,5 ist der angestrebte Wiederaufstieg in die Oberliga etwas in die Ferne gerückt. Kurios am Rande: Alle fünf Partien der 1. Rheinland-Pfalz-Liga endeten mit dem Ergebnis von 4,5:3,5. Wenig zu melden hatte die TSG Mutterstadt bei ihrem Heimspiel gegen Ligafavorit Schachfreunde Mainz. Bei einer durchschnittlichen Differenz von 130 DWZ-Punkten entsprach das 2,5:5,5 der Erwartung. Aufhorchen ließ der Sieg von Jens Kohlbruch gegen seinen stärker eingeschätzten Gegner. Bemerkenswert ist das Remis von Günter Haag gegen einen um 200 Punkte überlegenen Kontrahenten. Punkteteilungen holten zudem Peter Mandery und Horst Ledig, während Heiner Scheiblauer, Fauad Reha, Ivo Edel und Maximilian Glöckler ihre Partien aufgeben mussten. Ein enges Match lieferte sich Schachhaus Ludwigshafen gegen Vorwärts Orient Mainz. Am Ende hatten die Rheinhessen mit 4,5:3,5 die Nase vorn. Für Schachhaus punkteten Volkhard Hetzer, Manuel Freising und Ujup Murseli bei einer Punkteteilung von Lothar Fendel am Spitzenbrett. Das Schachhaus belegt nach dem zweiten Spieltag den sechsten Platz, Mutterstadt ist Neunter. (mrb)

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