Ludwigshafen Däne gewinnt Wasser- und Schlammschlacht

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Mutterstadt. Der 21. Mutterstadter Volkslauf wird als einer der nassesten in die Annalen des LTC Mutterstadt eingehen. Den Dänen Kasper Laumann Hartlev (Blovstrod Loverne) und Cross-EM Teilnehmerin Fabienne Amrhein (engelhorn sports team/MTG Mannheim) störte der strömende Regen am Sonntag indes nicht. Beide liefen auf dem mit Pfützen übersäten Waldboden der Konkurrenz im Hauptlauf über zehn Kilometer auf und davon.

Trotz der widrigen Bedingungen kamen über 500 Läufer in den Mutterstadter Wald, um wahlweise 1000 Meter (Schüler), fünf oder zehn Kilometer in Angriff zu nehmen. „Es hat schon mal mehr geregnet. Nach den heißen Tagen hatte Petrus ein Einsehen mit den Läufern“, bewies Organisator Michael Blum Galgenhumor. „Funny“, lautete Kaspar Laumann Hartlevs’ Urteil zur Strecke. „Die Pace war richtig gut. Ich hatte ja zwei super Jungs dabei“, sagte der 25-Jährige und meinte damit Christophe Krech (engelhorn sports team/TV Schriesheim) und Issac Kibrom (LG Kurpfalz). Bis Kilometer sechs machte das Trio gemeinsame Sache, ehe sich der Däne absetzte und nach 32:37 Minuten die Ziellinie überquerte. Kasper Laumann Hartlev ist von Hause aus ein erfolgreicher Du- und Triathlet, den es studienbedingt nach Mannheim verschlagen hat. An der dortigen Business School macht er noch bis Weihnachten seinen Master und mischt bis dahin die heimische Laufszene auf. Ende Oktober feiert er in Frankfurt sein Debüt über die Marathondistanz. Erst kürzlich gewann er den Rheinauer Straßenlauf vor dem Eritreer Isaac Kibrom, der für die LG Kurpfalz startet. In Mutterstadt wurde Isaac Kibrom Dritter. Christophe Krech (engelhorn sports team/TV Schriesheim) erkämpfte sich in 32:49 Minuten Platz drei. „Heute habe ich nicht auf die Zeit geschaut“, meinte Frauensiegerin Fabienne Amrhein. Die Deutsche Hochschulmeisterin war als Favoritin ins Rennen gegangen und bot eine One-Woman-Show. „Ich bin aber nie alleine gelaufen, hatte eine richtig nette Männergruppe“, freute sich Fabienne Amrhein über die Begleitung. Nach der Hitzezeit sei der Regen eine richtig gute Abwechslung gewesen, sagte die Biochemie-Studentin an der Uni Heidelberg. Die Läufe in Maxdorf und Feudenheim stehen in den nächsten Wochen auf ihrer Agenda. Über drei Minuten lagen am Ende zwischen ihr und ihrer zweitplatzierten Teamkollegin Julia Bongiovanni (engelhorn sports team/TV Schriesheim/39:22 Minuten). Die junge Alicia Koßmann (SG Leutershausen) wurde in 41:33 Minuten Dritte. Über fünf Kilometer siegten zwei Vertreter von Stimmel-Sports aus Worms: Artur Bury (19:38 min) und Grazyna Bury (21:15 min). Schnellster Schüler über 1000 Meter war Jona Bodirsky (TSV 05 Rot) in 3:22 Minuten. Bei den Mädchen siegte Dessy Fischer (TSG Mutterstadt/4:08 Minuten). Weil Mutterstadt von jeher Teil des Engelhorn Sports Mizuno Laufcups ist, machen auch die Top-Läufer der Region regelmäßig Station beim LTC. Sehr zur Freude des Ehepaares Blum, das seit 18 Jahren die Fäden in der Hand hält und ein routiniertes Team an der Seite hat. „Unser Strecke ist nicht bestenlistenfähig. Wir sind ein Waldlauf“, unterstreicht Blum den Charakter der Veranstaltung. Beim Mutterstadter Volkslauf wird jeder im Ziel gleich herzlich begrüßt: Ob Erstplatzierter oder derjenige, der die „rote Laterne“ trägt. |kia

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