Ludwigshafen Chancen auf Ligaverbleib sinken
FUSSGÖNHEIM. Fußball-Verbandsligist ASV Fußgönheim hat Rang drei gefestigt und bleibt im Rennen um den Aufstieg. Beim 3:1 (1:1)-Derbysieg am Samstag gegen den abstiegsbedrohten Ludwigshafener SC genügte den Schwarz-Weißen eine mittelmäßige Leistung zum Erfolg.
Die Hoffnungen der Gäste, den Rückenwind vom Sieg gegen Kreuznach und die Unruhen in Fußgönheim unter der Woche nutzen zu können, bekamen schon vor dem Anpfiff einen Dämpfer. Der LSC musste auf sechs Stammspieler verzichten, darunter mit Denis Jolic, Chorrosch, Rehhäußer und Jan Drese auf eine komplette Mittelachse. „Diese Ausfälle haben wir nicht kompensieren können. Die individuelle Qualität des ASV hat sich durchgesetzt“, resümierte LSC-Coach Michael Drese. Es gehe wohl nur noch darum, den 14. Platz zu belegen und zu hoffen, dass der am Ende reicht. Die Gäste hatten vier 19-Jährige auf der Bank, zwei A-Junioren kamen erstmals zu ihrem Verbandsliga-Debüt. Mehr als eine gute Innenverteidigung, einen sicheren Torhüter, den einsatzfreudigen Patrick Hauptmann und zwei, drei technische Kabinettstückchen von Robert Moldoveanu hatten die Rot-Weissen nicht zu bieten. Eine herausgespielte Chance in 90 Minuten reicht nicht. Die ASV-Abwehr wurde nie gefordert. „Das war viel zu wenig. Wir haben gut angefangen, aber dann hat uns die Aggressivität gefehlt“, sagte Hauptmann. Und Torwart Niklas Wiegand haderte: „Da kommen nur fünf, sechs Bälle aufs Tor und drei sind drin.“ Was ausschlaggebend für den Sieg der Fußgönheimer war, brachte Sportchef Jakob Brunn auf den Punkt: „Im Mittelfeld waren wir deutlich unterlegen. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr haben wir dort den Zugriff verloren.“ Gerade im Mittelfeld waren die Gastgeber prima besetzt. Steffen Euler war immer anspielbar, lenkte das Spiel im Verbund mit Benjamin Bischoff. „So richtig freuen kann ich mich nicht, denn mit dieser Niederlage wird es für meinen alten Verein schwer, in der Liga zu bleiben“, sagte Bischoff. Prickelnden Derbycharakter habe das Spiel nicht gehabt. „Das lag auch daran, dass unter der Woche der Abgang von Spielern das Thema war. Das hat man unserem Auftritt lange angemerkt. Vor allem die erste Halbzeit war uninspiriert und verlief nicht nach meiner Vorstellung“, betonte Fußgönheims Trainer Jan Kamuf. In diesen ersten 45 Minuten, in der der LSC mit Burkhards Elfmetertor in Führung ging, war das super herausgespielte 1:1 der Höhepunkt. Nach Talha Demirhans im richtigen Moment gespielten Pass in die Schnittstelle der Gästeabwehr erzielte Marco Sorg sein 13. Saisontor. „Ich habe überlegt, in die lange Ecke zu schießen. Da sich Torhüter in solchen Situationen aber oft breit machen, habe ich ihm durch die Beine geschossen“, schilderte Sorg die Szene. Vorbereiter Demirhan gelang in der Endphase erstmals für den ASV ein Doppelpack. „Ein Derby, viele Zuschauer. Auf solche Partien freut man sich als Spieler. Ich bin froh, dass wir als Mannschaft nach der unnötigen Niederlage in Winnweiler ein Zeichen gesetzt haben“, erklärte der dynamische Außenbahnspieler. Ob er in Fußgönheim bleibt, ließ Demirhan offen. Einwurf So spielten sie ASV Fußgönheim: Knödler – Del Rio Pfeffer, Leposhtaku, Matios, Braun – Kai Gutermann (87. Tastan), Bischoff, Euler, Demirhan – Sorg (89. Jan Gutermann), Sanli (52. Takpara) Ludwigshafener SC: Wiegand – Hauptmann, Burkhard, Fröhlich, Lorenz (82. Termine) – Yildirim, Aydin – Jubin, Sose, Haxhija (74. Shala) – Moldoveanu