Ludwigshafen CDU kritisiert geplantes Neun-Euro-Ticket
Die geplante Einführung eines Sondertickets für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Zeitraum von Juni bis August sieht die Ludwigshafener CDU kritisch. „Man kann nur den Kopf schütteln“, heißt es hierzu in einer Presseerklärung. „Das Neun-Euro-Ticket bürdet den ÖPNV-Trägern sehr hohe Risiken und Kosten auf. Der Nutzen für die Arbeitnehmer ist vergleichsweise gering, da der Aktionszeitraum genau in die Ferienzeit fällt“, bewertet der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Peter Uebel, die Pläne der Bundesregierung. „Die ÖPNV-Unternehmen müssen einen zusätzlichen Tarif schaffen, die Fahrscheinautomaten aktualisieren und die Kosten erfassen. Das ist zusätzlicher Aufwand, der ausgeglichen werden muss“, so Uebel weiter. Seiner Einschätzung nach ist das „Neun-Euro-Ticket ein Strohfeuer ohne nachhaltige Wirkung“. Ob der Bund die geplanten zusätzlichen Mittel für das Neun-Euro-Ticket in Höhe von 2,5 Milliarden Euro nicht besser einsetzen könnte – etwa für den weiteren Ausbau des ÖPNV – sei deshalb eine Frage, die gestellt werden müsse.