Ludwigshafen CDA: Heimarbeit statt ÖPNV

Christian Hirschmann, Sprecher der Betriebsgruppe der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) bei der BASF, wirft der FWG Realitätsverlust vor. Diese will, dass mehr BASF-Pendler auf den ÖPNV oder das Rad umsteigen.
Wie berichtet, hat die FWG gefordert, dass BASF-Pendler auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) oder das Fahrrad umsteigen müssten, um die Verkehrsprobleme in Ludwigshafen zu lösen. Hintergrund ist eine Mobilitätsumfrage des Konzerns, laut der 74 Prozent der BASFler mit dem Auto zur Arbeit kommen. Folglich, so die FWG, müssten das Radwegenetz verbessert und das ÖPNV-Angebot ausgebaut werden. Hirschmann hält diese Forderungen für ungeeignet: „Der ÖPNV in Ludwigshafen ist in der jetzigen Taktfrequenz und Wagenreihung sicher nicht dazu geeignet, zu den Stoßzeiten am Morgen und Abend viele Tausend Aniliner zusätzlich aufzunehmen.“ Die CDA-Betriebsgruppe fordert kreative Lösungen, um ein Verkehrschaos in der Stadt zu vermeiden, wenn die großen Baustellen an den Hochstraßen beginnen. So könnte die BASF es Mitarbeitern erlauben, ihren Arbeitsort frei zu wählen, oder auf Heimarbeitsplätze setzen. „Wir sind uns bewusst, dass das nur eine Teillösung sein kann. Aber für viele tausend Aniliner brächte dies eine massive Entlastung wie auch für den Verkehr in Ludwigshafen“, ergänzt Frank Hoffmann, der mit Hirschmann Sprecher der Betriebsgruppe ist.