Mannheim Bundesgartenschau-Seilbahn: Bremsprobe mit Bierfässern
Es war ein ungewöhnlicher Anblick, der sich Anfang der Woche auf dem Spinelligelände bot. Mit Bierfässern beladene Paletten wurden in die Kabinen der Bundesgartenschau-Seilbahn geschoben. Was war da los? Die Bremsproben standen an.
Dafür wurden die einzelnen Kabinen mit dem zulässigen Höchstgewicht von bis zu 750 Kilogramm beladen, um die Bremsen richtig einzustellen. Die regionalen Privatbrauereien Eichbaum aus Mannheim und Welde aus Plankstadt stellten jeweils 60 Fässer, gefüllt mit 50 Litern Bier oder Wasser, zur Verfügung. Zehn Seilbahnkabinen konnten so mit dem Höchstgewicht beladen werden, das benötigte Gewicht in den anderen 54 Kabinen wurde mit Wassertanks erreicht.
Testbetrieb steht noch aus
Die Bremsproben für den Betrieb der Seilbahn dauern laut Bundesgartenschau-Gesellschaft zwei Tage, dabei würden sowohl die Funktionsfähigkeit der normalen elektrischen Bremse als auch die der mechanischen Sicherheitsbremse simuliert, heißt es. Bis zur Eröffnung der Bundesgartenschau am 14. April folgen noch die technische Abnahme sowie ein mindestens 50 Stunden dauernder Testbetrieb.
Die Bundesgartenschau findet vom 14. April bis 8. Oktober auf dem ehemaligen Spinelli-Militärgelände in Mannheims Nordosten und in Teilen des Luisenparks statt. Geplant ist ein buntes Programm mit etwa 5000 Veranstaltungen. Die Veranstalter rechnen mit zwei Millionen Besuchern. Die Buga 23 ist als Experimentierfeld, Blumenschau und Sommerfest geplant. Im Zuge der Veranstaltung entsteht ein Teil des Grünzugs Nordost, der rund 230 Hektar Grünflächen bis in die Mannheimer Innenstadt miteinander verbindet. Mehr als 62 Hektar Fläche auf dem ehemaligen Kasernengelände „Spinelli-Barracks“ wurden dafür entsiegelt und neu gestaltet.
