Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel BSC Oppau spricht unverhohlen vom Aufstieg in Fußball-Landesliga

Oppaus Spielertrainer Göran Garlipp (rechts) will um die Plätze eins und zwei in der neuen Saison mitspielen.  Foto: KUNZ
Oppaus Spielertrainer Göran Garlipp (rechts) will um die Plätze eins und zwei in der neuen Saison mitspielen.

In der Fußball-Bezirksliga wird dem BSC Oppau in der neuen Saison viel zugetraut. Spielertrainer Göran Garlipp redet auch nicht um den heißen Brei herum und will mit dem Team um Platz eins und zwei mitspielen.

LUDWIGSHAFEN. Wer sich in Fachkreisen umhört, der wird immer wieder mit dem BSC Oppau konfrontiert, wenn es um die Titelanwärter geht. Das liegt daran, dass die Gelb-Schwarzen bei den neu verpflichteten Akteuren nicht gekleckert, sondern richtig geklotzt haben. Benjamin Bischoff, Steffen Euler und Niclas Loch haben über Jahre den Verbandsligisten Fußgönheim geprägt. Dazu kommt Melvin Loch, der gerade erst mit Ruchheim in die Landesliga aufgestiegen ist. Das ist ein enormer Qualitätsschub. „Ja, das will ich auch gar nicht in Abrede stellen“, sagt Garlipp. Der spielende Coach bildet mit Bischoff wie einst mit Christian Schmalenberger ein gleichberechtigtes Trainer-Duo.

Luxussituation bei taktischen Variationen

Die personellen Veränderungen gehen einher mit einer taktischen Neuausrichtung. „Die Loch-Brüder werden unsere starke Defensive mit ihrer Schnelligkeit weiter stabilisieren“, ist Garlipp sicher. Die beiden sind als Innenverteidiger-Gespann denkbar. Und weil sie viele Bälle ablaufen können, wird der BSC deutlich höher stehen, früher attackieren und offensiver agieren. Das bisher praktizierte 4-4-2 mit Mittelfeldraute oder das mitunter angewandte Tannenbaumsystem (4-3-2-1) haben vorerst ausgedient. „Uns schwebt ein 4-2-3-1 vor, um mehr Breite ins Spiel zu bekommen“, erklärt der Coach. Die offensiven Außenbahnen sollen Christoph Jacob und Dominique Golab besetzen. Auch der talentierte, gerade 19 gewordene Robin Hetterich sei eine Alternative. Im Mittelfeld hat der BSC zweifellos ein Überangebot an qualifizierten Kräften.

Top-Kader birgt auch Probleme

Dass die Oppauer zu den Aufstiegskandidaten zählen, könne man nicht verhindern. „Aber es gibt auch Fragen, auf die wir Antworten finden müssen“, betont Garlipp. Da ist einmal der aufgewertete Kader, in dem es Unzufriedene geben wird. „Es wird schwierig werden, alle bei Laune zu halten“, befürchtet der Trainer. Dann gibt es zwei neuralgische Positionen. Weil Damian Queva ab September ein Auslandsstudium in Prag beginnt, ist der Posten des Linksverteidigers vakant. „Vielleicht spiele ich da“, überlegt Garlipp. Eine andere Variante wäre, den Spielertrainer in der Innenverteidigung zu belassen und Melvin Loch wie in Ruchheim auf links zu schieben. Problemfeld zwei: Es gibt keinen Knipser. Torjäger Max Schneider, der diesen Typus verkörpert, zieht in Kürze aus beruflichen Gründen nach Berlin. Bleibt Dirk Hilzendegen. „Dirk ist in guter Form und gibt Gas“, attestiert Garlipp. Der dynamische Hilzendegen (28), der mit seinen Fähigkeiten 150 Verbandsligaspiele auf dem Buckel haben müsste, ist schnell, spielstark und kaum in den Griff zu bekommen, aber eben kein Torjäger.

Neuer Torwarttrainer

Auch im Tor ist guter Rat teuer. Daniel Jacob (24) und Niklas Recknagel (24) sollen beide ihre Spielzeit bekommen. „Ein Wechselspiel ist denkbar“, sagt Garlipp. Empfehlungen kann er vom neuen Torwarttrainer bekommen. Der erfahrene Axel Bischoff soll das Duo auf die nächste Stufe bringen.

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