Ludwigshafen Briefe an die Lokalredaktion:

Es ist anzuerkennen, dass die BASF einiges getan hat, um ihren ersten Entwurf für den Garagenhof (…) nun zu entschärfen. Dennoch wäre es für die betroffenen Anwohner eine entsetzliche Verschlechterung der Wohnqualität. Was spricht für den Bau dieses Garagenhofs? Das Scheinargument „knapper Parkraum“ (das Aschantidorf besteht aus Privatstraßen, die nicht öffentlich befahrbar sind, eine ähnlich gute Parkplatzsituation muss man in ganz Ludwigshafen lange suchen) und eine erhöhte Profitabilität und bessere Vermarktbarkeit der luxussanierten Häuser. Aber selbst die Bewohner des Aschantidorfs, für die diese Garagen ja sein sollen, waren bislang strikt gegen den Garagenhof, zumal hierdurch auch zusätzlicher Verkehr durch das Aschantidorf geleitet würde. Was spricht dagegen? Luftqualität, Kühlwirkung der Bäume, Wohlbefinden, Gesundheit und ungestörter Schlaf der benachbarten Anwohner, Umwelt- und Naturschutz. Durch die unmittelbare Nachbarschaft zum Tor 3 der BASF sind wir Anwohner bereits in besonders starkem Umfang Emissions- und Verkehrsbelastungen ausgesetzt. Je nach Wetterlage ist die Geräusch- und die Luftbelastung erheblich. Zu bestimmten Zeiten ist die Luftqualität nur zur Rückseite hin durch die vorhandenen Grünanlagen erträglich, an heißen Tagen findet wenigstens zur Rückseite ein wenig Abkühlung statt und die Beschattung durch die Bäume verhindert ein zusätzliches Aufheizen. Durch den Garagenhof müssten viele dieser Bäume – teilweise über 20 Meter hoch – gefällt werden, ein adäquater Ersatz durch ein paar neu angepflanzte kleine Bäumchen ist überhaupt nicht möglich. Schlaf- und Kinderzimmer liegen zur Gebäuderückseite. Motorengeräusche, zufallende Türen, öffnende und schließende Garagentore würden einen gesunden Schlaf stören. Hinzu kommt bei unserem Anwesen, dass durch die direkt an die Hofmauer geplanten Garagen eine Schallverstärkung durch die Akustik in unserem Hof zu erwarten ist. Zusätzliches Streulicht durch Scheinwerfer und Garagenhof-Beleuchtung täten ein Übriges. Fast überall hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, wie wichtig solch kleine Biotope für Lebensqualität und Gesundheit sind. Wir hoffen darauf, dass sich diese Erkenntnis auch bei BASF Bauen und Wohnen durchsetzt, bevor alle Anwohner – auch die eigenen Mieter – unwiederbringlich geschädigt wurden. Wir appellieren an die BASF, ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden und dieses Idyll nicht dem Götzen Auto oder einer geringfügig höheren Profitabilität zu opfern. Das war doch mal voll effizient. Nicht nur, dass innerhalb vier Stunden an einer einzigen Umsteigestelle fünf Prozent der Fahrgäste als Schwarzfahrer erwischt wurden, sondern was sonst noch so der Polizei „ins Netz“ ging. Eigentlich sollte die RHEINPFALZ solche (Erfolgs)meldungen größer herausbringen; nicht nur, dass sich Menschen sicherer fühlen (…), sondern weil es dem Bürger in einer Zeit der Verunsicherung zeigt, die Polizei/Behörden reden nicht nur von Prävention, sondern tun etwas und haben dabei Erfolg. Wo bleibt die fachliche Kompetenz, wenn uns eine Lösung aufgedrückt wird, die, wie sich jetzt zeigt, die Praxis und den technischen Fortschritt ignoriert? 1. Anstelle einer zeitgemäßen Lösung schlagen Sie eine Füllung mit einer Mischung aus Biomasse, Papier, Pappe und Steinmehl vor. 2. Steinmehl der normalen Art hat eine abrasive Wirkung und wird daher von Biogas-Anlagen-Betreibern nicht akzeptiert. 3. Schatten gibt es nicht überall. 4. Die Deckel der Biotonnen schließen nicht dicht. Es dringen Fliegen ein und der Geruch heraus. 5. In den Sommermonaten schlagen Sie eine zweiwöchentliche Leerung vor. In den Gebühren eines Single-Haushalts ist eine Entleerung pro Quartal enthalten. Das ist eine schlecht versteckte Gebührenerhöhung. Ich verstehe nicht Ihre Aversion gegen den Biofilterdeckel, der die meisten Probleme nicht erst entstehen lässt. Eine flächendeckende Ausrüstung mit dem Biofilterdeckel wäre sicher nicht teurer geworden, wenn man die vielen zusätzlichen Entsorgungen in den Sommermonaten berücksichtigt. Ich frage mich, wessen Interessen vertritt die Kreisverwaltung eigentlich? Meine bestimmt nicht.