Ludwigshafen Bismarckstraße bleibt Sanierungsgebiet
In die Überlegungen haben Mitarbeiter des Bereichs Stadterneuerung den Ortsbeirat Südliche Innenstadt in einer Sitzung am Mittwoch eingebunden. „Da längst noch nicht alle städtebaulichen Missstände in der Innenstadt behoben sind, möchten wir auch weiterhin Projekte anstoßen, die die Wohn- und Lebensqualität verbessern. Mit der geplanten förmlichen Festsetzung eines Sanierungsgebietes auf ISEK-Grundlage wird das Sanierungsrecht auch nach Aufhebung der Sanierungssatzungen Mitte und Mittlere Bismarckstraße ab 2023 lückenlos fortgeführt und gewährleistet“, erläuterte Abteilungsleiter Michael Bentz.
Das Sanierungsgebiet Süd müsse nach der vom Gesetzgeber vorgegebenen Laufzeit von 15 Jahren zum Jahresende beendet werden. Dafür zog Bentz eine ausgesprochen positive Bilanz. Der Schwerpunkt habe in der Modernisierung des bestehenden Gebäudebestands gelegen. Mit Hauseigentümern konnten rund 50 Vereinbarungen über Modernisierungen vereinbart werden.
Bei über 900 Eigentümerwechseln von Immobilien sei in diesen 15 Jahren der Zustand des Objekts auf seinen Sanierungszustand hin überprüft worden. Dank Städtebaufördermitteln und Gewährung von Steuervorteilen hätten über neun Millionen Euro an Modernisierungskosten direkt oder indirekt gefördert werden können.
Städtebauliche Missstände behoben
In den Sanierungsgebieten Mitte und Mittlere Bismarckstraße hat die Wirtschafts-Entwicklungs-Gesellschaft (WEG) 70 private Projekte betreut. Das Investitionsvolumen lag hier bei rund 100 Millionen Euro, wobei private Baumaßnahmen mit rund 3,5 Millionen Euro gefördert wurden. Wie Bentz sagte, konnten innerhalb der Sanierungsgebiete auch klassische städtebauliche Missstände behoben werden.
Mit dem Einsatz von Städtebaufördermitteln wurden zum Beispiel in Süd der Pfalzgrafenplatz mit dem Spielplatz neugestaltet oder die alte Tankstelle an der Mundenheimer Straße abgerissen. In der Innenstadt wurde der rückwärtige Bereich der VR Bank in der Kaiser-Wilhelm-Straße rückgebaut und begrünt. In der Bismarckstraße konnte eine Baulücke neben der Stadtbibliothek geschlossen, in Süd die Ecke Schützenstraße/Rottstraße bebaut werden.
Eine Förderung von Modernisierungsmaßnahmen ist nur noch möglich, wenn bis Jahresende damit begonnen worden ist. Nach der formellen Zustimmung im Ortsbeirat Süd befasst sich der Bau- und Grundstücksausschuss mit den Planungen, ehe sie vom Stadtrat beschlossen werden müssen.
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