Ludwigshafen „Bin nicht abgeneigt, vorzeitig zu verlängern“

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Herr Dippe, was steht gerade bei den aktuellen Charts in Deutschland auf Platz eins?

Hm, da muss ich passen. Bei uns im Bus läuft mehr unkonventionelle Musik, also House und Partylieder. Oha, da habe ich den DJ der TSG Friesenheim auf dem falschen Fuß erwischt. Wollen Sie es dennoch wissen? Ja. Also es ist laut MTV „Sia“ von Cheap Thrills. Aha, aber bei den Charts kenne ich mich weniger aus. Ist die Musik für die nächste Auswärtsfahrt nach Rimpar gemixt? Der Mixer ist etwas zur Ruhe gekommen, aber die Musik ist immer dabei. Die Lieder laufen rauf und runter und die Jungs kennen die Songs auch. Bei der letzten Auswärtsfahrt nach Dormagen lassen wir es wieder krachen. Sie sagen, die Jungs kennen die Lieder. Müssen sie die Songs mitschmettern oder überraschen Sie immer mal mit neuen Schmankerl? Klar überrasche ich die Jungs mit neuen Liedern. Ich verändere da immer mal etwas. Die Jungs können singen. Wie viele Titel haben Sie eigentlich auf Ihrem Computer? Es sind 40 Gigabyte, also etwa 5000 Lieder würde ich mal schätzen. Kai Dippe hat als Humba-Spezialist die Herzen der Zuschauer erobert. Üben Sie so was heimlich? Nein, um Gottes Willen. Das kommt alles spontan. Ich sitze da nicht zu Hause und mache mir irgendwelche Gedanken, wen ich bei der Humba hochleben lasse. Emotionen spielen bei Ihnen eine große Rolle. Definitiv. Ich bin ein emotionaler Spieler. Das gehört bei mir zum Handball dazu, wie auch die Leidenschaft und der Siegeswille. Auf dem Feld kennen Sie keine Gnade. Zeichnet Sie das aus? Das gehört zu meinen Stärken. Ich bin immer mit Leidenschaft und ganzem Willen dabei. Ich konzentriere mich auf eine Sache und will diese im Spiel dann auch optimal lösen. Dafür gebe ich alles. Sie kamen vor der Saison aus Leutershausen zur TSG und haben sich auf Anhieb in die Stammformation gespielt. Sind Sie davon überrascht? Nein. Mir wurde es schließlich auch leicht gemacht. Ich kannte einige Spieler und außerdem Trainer Ben Matschke. Er war mein Sportlehrer. Er gibt mir das Vertrauen. Ich konnte mich ohne Stress und mit viel positiven Gedanken ins System integrieren. Ihr Vertrag läuft noch bis 2017. Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, vorzeitig zu verlängern? Die TSG Friesenheim ist ein geiler Verein. Die Rahmenbedingungen stimmen und ich fühle mich sehr wohl hier. Wir haben auch das Potenzial, in den kommenden Jahren eine Rolle in der Bundesliga zu spielen. Ja, ich bin nicht abgeneigt, vorzeitig zu verlängern. Gestern Abend gab es den 14. Heimsieg im 18. Spiel. Sie haben Ihr 100. Tor erzielt. Zufrieden? Das war mein Ziel vor der Saison gewesen. Diese Zahl habe ich nun vorzeitig erreicht und hoffe jetzt, dass ich noch viele Tore folgen lassen kann. Warum war das gegen den TV Emsdetten so eine mühsame Angelegenheit? Wir hatten im Angriff nicht die Geduld. Aus dem Rückraum kamen leider zu wenig Tore. Zum Schluss hatten wir einen ganz starken Kevin Klier im Tor. Gott sei Dank. Sport

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