Fußball
Bezirksliga: BSC Oppau gegen Aufstiegskandidat Mutterstadt
In einem Nachholspiel der Fußball-Bezirksliga stehen sich der BSC Oppau und die FG 08 Mutterstadt an diesem Donnerstag gegenüber (19.30 Uhr). Die Partie ist sowohl für die abstiegsbedrohten Oppauer als auch für Aufstiegsaspirant Mutterstadt richtungsweisend.
„Die Testspiele verliefen durchwachsen. Wir bekommen immer noch zu viele Gegentore“, klagt BSC-Spielertrainer André Werz. Gegen den VfR Frankenthal (3:5) und den VfR Friesenheim (3:4) wurde verloren, lediglich gegen den TV Lampertheim gab es einen 4:2-Sieg. Die fehlende defensive Stabilität zog sich schon wie ein roter Faden durch die Hinserie. Der Übungsleiter hofft, dass sich in diesem Bereich die Geschichte des Vorjahres wiederholt. Da steckten die Gelb-Schwarzen in der Vorrunde im Schnitt 2,47 Gegentore pro Spiel ein. Mit nur vier Gegentreffern in den ersten fünf Partien nach der Winterpause wurde der Grundstein zum Klassenverbleib gelegt.
Rückkehrer und Ausfälle
Ziel sei, tiefer zu stehen, um nicht ausgekontert zu werden. Dafür haben die Oppauer die Defensive personell aufgerüstet. Von der SG Edigheim kehrt Bastian Gütermann für die Sechserposition zurück. Ebenfalls eine BSC-Vergangenheit hat Dennis Weiß vom TuS Niederkirchen, der vorwiegend in der Innenverteidigung zum Einsatz kommen kann und die Co-Traineraufgaben von Patrik Brose übernimmt. Brose wird aus beruflichen Gründen nur noch Spieler sein. „Robin Hetterich, der in die Vorrunde nicht so oft gespielt hat, ist zu Kickers Neuhofen gewechselt“, informiert Werz. Für Leistungsträger Sebastian Tittel ist wegen einer Schulteroperation die Runde gelaufen.
Doch es gibt auch positive Nachrichten. Der eminent wichtige, zuletzt aber verletzte Torjäger Gianluca Ferraro hat das Training wieder aufgenommen und auch schon gespielt. „Außerdem ist der 18-jährige Steven Wehrle jetzt spielberechtigt. Er muss sich aber erst an den Erwachsenenfußball gewöhnen“, betont der Trainer. Wehrles Bruder Nic wird wegen eines Kreuzbandrisses nicht mehr zum Einsatz kommen können.
Zerfahrene Vorbereitung
Bei den Mutterstadtern hat sich personell wenig getan. Nur Milosz Wojtas hat die FG in Richtung Deidesheim verlassen. „Die Vorbereitung auf die Rückserie war nicht optimal, eher zerfahren“, sagt Coach Marco Malizia, der mit Spielertrainer Kevin Selzer ein gleichberechtigtes Duo bildet. Testpartien gegen den FC Speyer (1:8) und den FSV Schifferstadt (0:4) wurden hoch verloren, auch der Auftritt gegen Bobenheim-Roxheim (6:4) sei konfus gewesen. „Lediglich beim 2:0 gegen Vatanspor Frankenthal waren wir zufrieden. Das war unser mit Abstand bestes Vorbereitungsspiel“, ergänzt Malizia.
Kollege Selzer nennt Punkte, die das Team jetzt befolgen sollte: „Wir müssen die Ruhe bewahren, fokussiert bleiben und wieder das Grundvertrauen in unsere Stärke entwickeln.“ Ganz wichtig sei, mehr mentale Stärke zu erlangen. Pluspunkte der FG sind, dass es keine Aufgeregtheiten im Team und Umfeld gibt sowie die komfortable Ausgangsposition. Sollte der BSC geschlagen werden, beträgt der Vorsprung auf Rang drei satte zehn Punkte. Dahin gehe zuerst der Blick. „Es gibt aber auch einen sportlichen Anreiz. Der LSC nicht zu weit weg, und wir haben das direkte Duell zu Hause“, erklärt Selzer.
Ziel sei es, rasch Tritt zu fassen und eine Euphorie auszulösen. „Da müssen wir aber ein paar Schippen drauflegen“, fordert Malizia. Wie wichtig der breite Kader ist, zeigt ein Blick auf die Ausfälle für das Nachholspiel. Kapitän Luca Stoye ist in Urlaub, David Schinnerer letztmals gesperrt und Niklas Wiegand muss arbeiten. Dazu fehlen der erkrankte Niklas Semmler und der am Meniskus lädierte Vitorio Parrotta. Das erhoffte Comeback von Innenverteidiger Julius Augustin nach Kreuzbandriss steht weiter in den Sternen.