Ludwigshafen Bewegte Ortsgeschichte

1250 Jahre Mutterstadt – da kommt einiges an Themen zusammen, vor allem wenn man bedenkt, dass die Erwähnung im Lorscher Codex im Jahr 767 nur ein offizielles Datum markiert, die Siedlungsgeschichte aber viel weiter zurückreicht.
Anlässlich des Jubiläums hat die Ortsgruppe Mutterstadt des Historischen Vereins der Pfalz eine Vortragsreihe organisiert. Zwei Veranstaltungen haben bereits stattgefunden: Schon im November sprach Historiker Martin Armgart über die Ersterwähnung Mutterstadts im Lorscher Codex sowie die mittelalterliche Entwicklung von Mutterstadt und den umliegenden Wüstungen. Der Archäologe Christoph Engels hielt im Januar einen Vortrag mit dem Titel „Von Jägern und Bauern, Kriegern und Kirchenstiftern. Die Vor- und Frühgeschichte in Mutterstadt“. Am Donnerstag, 23. März, spricht der Mutterstadter Altbürgermeister Ewald Ledig über die Schulgeschichte der Gemeinde. „Von der Kinderbewahranstalt zur IGS Mutterstadt“ heißt der Vortrag des ehemaligen Schulleiters. Für die restlichen Vorträge, die das ganze Jahr über stattfinden, gibt es noch keine Daten, die Themen stehen jedoch bereits fest. So referiert der ehemalige Gymnasiallehrer Leonhard Sebastian im April über die Geschichte der katholischen Kirche in Mutterstadt. Im Mai spricht Wilhelm Kreutz, Professor für neuere und neueste Geschichte an der Universität Mannheim, über Mutterstadt im Zeitalter Napoleons und den Weg ins Kaiserreich. Ebenfalls im Mai hält Volker Schläfer einen Vortrag über Mutterstadter Biografien. Der Kreisbeigeordnete Bernhard Kukatzki hält im Juni einen Vortrag über die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Mutterstadt, das Thema von Bürgermeister Hans-Dieter Schneider ist der Sport. Im September geht es weiter mit Franz Maier vom Landesarchiv in Speyer, der den Vortrag „Von der Weimarer Republik in den NS Staat“ hält. In einem zweiten Beitrag möchte Ewald Ledig zudem die Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde abhandeln. Ein Vortrag von Limburgerhofs Bürgermeister Peter Kern zur Kommunalreform ist ebenfalls geplant. Für den Komplex „Mutterstadt vom Bauerndorf zur Großgemeinde“, der die Themen Wohnungsbau, Neubaugebiete, Landwirtschaft, Großmarkt, Gewerbegebiet und Flüchtlinge beinhalten soll, ist noch kein Referent gefunden, doch der Verein ist zuversichtlich. |iak