LEICHTATHLETIK
Besondere Ehrung für Hammerwerferin Samantha Borutta
„Samantha Borutta ist für den Deutschen Leichtathletikverband ein Glücksfall“, sagte Gerhard Zachrau, Geschäftsführer des RKS Phönix Mutterstadt. Er erinnerte daran, dass die Leichtathletin in jungen Jahren bei der TSG Mutterstadt eine gute Grundausbildung als Mehrkämpferin erhalten habe. Ihr Faible für das Hammerwerfen haben sich sukzessive entwickelt. Bedeutend sei, dass Samantha Borutta sich aus eigener Überzeugung heraus für diese Disziplin entschieden habe und nicht auf Anordnung eines Trainers. Bereits früh sei erkennbar gewesen, dass die heute 22-Jährige auf Pfalz- und Rheinland-Pfalz-Ebene bald keine Konkurrenz mehr haben würde. Auch sei schnell klar geworden, dass etliche nationale Konkurrentinnen nach und nach abgehängt würden, „denn die rasante technische und später auch kräftemäßige Entwicklung von Samantha war bemerkenswert“, betonte Zachrau.
Alleine bis 2019 sei die Hammerwerferin viermal deutsche Meisterin der Altersklasse U20 gewesen, dazu kamen der dritte Platz bei der DM der Aktiven und die Silbermedaille bei der U20-EM. Die 70-Meter-Marke knackte Borutta erstmals 2021, als sie ihre Bestleistung auf 70,13 Meter schraubte und zudem deutsche Meisterin bei Frauen und in der U23 wurde. Bei der U23-EM in Tallinn/Estland gewann sie Gold und vertrat Deutschland bei den Sommerspielen in Tokio vertrat, listete Zachrau die Erfolge auf.
Tolle Botschafterin für Mutterstadt
Herausragende Sportler seien die besten Botschafter, die man als Gemeinde haben könne, sagte Bürgermeister Hans-Dieter Schneider. Er habe die faszinierende und einmalige Entwicklung Boruttas mit Begeisterung verfolgt, erinnerte sich daran, dass er Meldungen über die sportlichen Erfolge der Leichtathletin vom Videotext abfotografiert und die Fotos dann weitergeschickt habe. „Wir sind sehr dankbar für die tolle Unterstützung, das ist nicht selbstverständlich“, betonte Vater Peter Borutta. Für Samantha Borutta ist in diesem Jahr die Qualifikation für die Weltmeisterschaft Ende August in Budapest das große sportliche Ziel. „Ich dachte vorher, das ist cool, geehrt zu werden, aber wenn man das dann erlebt, ist das krass, das hat mich berührt“, sagte die für Eintracht Frankfurt (Hammerwurf) und Phönix Mutterstadt (Rasenkraftsport) startende Sportsoldatin.
Für ihre Verdienste um den Sport und speziell den Rasenkraftsport ehrte Phönix Mutterstadt das Trainer-Urgestein Kurt Büttler und Bürgermeister Schneider jeweils mit der Ehrenmitgliedschaft.