Handball
Benefizspiel zwischen Eulen und Friesenheim-Hochdorf bringt 6000 Euro ein
Diesmal stand die Tafel Ludwigshafen im Fokus, die sich über einen Teil des Reinerlöses der Partie freuen darf. Da zeigten nicht nur die beiden Vereine, sondern auch die mehr als 600 Zuschauer im gut gefüllten TVH-Sportzentrum, ein großes Herz. Das Ergebnis war zweitrangig. Die Eulen siegten 35:20 (17:11). Die Partie wurde wieder vom Lionsclub Ludwigshafen mit Präsident Christian Seemann initiiert. Die Lions gingen voraus, orderten schon im Vorfeld 300 Karten und zeigten, dass soziales Engagement für sie keine Floskel ist. Gestern Nachmittag stand der Reinerlös fest, es kamen insgesamt 6000 Euro zusammen.
„Es ist jedes Mal ein Super-Klasse-Event“, schwärmte Seemann im Beisein von Tafel-Präsident Jürgen Hundemer und verband die Begrüßung mit einem besonderen Dank an Christian Deller, ehemals Lions-Präsident und aktuell Vorsitzender des TV Hochdorf, sowie an Eulen-Geschäftsführerin Lisa Heßler. Der Lions Club folgt in seiner Arbeit einem Grundsatz von Melvin Jones, dem Gründer von Lions International: „Man kommt nicht weit, wenn man nicht anfängt, sich für andere Menschen einzusetzen.“
Tim Schaller spielt in beiden Teams
Für andere etwas Gutes tun, da sagen auch die Eulen nicht Nein. „Wir stehen als Sportler in der Öffentlichkeit. Wenn es uns dann gelingt, dass die Leute zu einem Spiel gehen, das einem guten Zweck dient, dann hat sich das gelohnt“, sagte Eulen-Kapitän Maximilian Haider. „Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht“, ergänzte Alexander Falk, der selbst eine Saison das Trikot des TV Hochdorf trug und dort auch viele Freunde gefunden hat. „Heute stand bei uns die Fünf-Eins Abwehr im Fokus, wir wollten es einfach unter Wettkampfbedingungen testen“, so Falk.
Ihm stand dann auch in der zweiten Hälfte in Tim Schaller sein Teamkollege gegenüber, der in der ersten Hälfte noch das Eulen-Trikot trug, aber dann ins weiße HLZ-Trikot wechselte. „Es ist schon komisch, in jeder Hälfte in einem anderen Trikot zu spielen – und dann auch noch gegen die eigenen Kameraden aus zwei Mannschaften“, meinte Schaller, der am Ende auch ausgiebig die Autogrammwünsche der meist jugendlichen Fans erfüllte. Der in Dannstadt-Schauernheim lebende Schaller wird auch in den kommenden Spielen noch die Drittliga-Mannschaft von Trainer Gabriel Schmiedt unterstützen, der beim Benefizspiel erkrankt fehlte.
Viel Spielzeit für alle Akteure
Es war ein munteres Spiel zweier Mannschaften, die allen Akteuren viel Spielzeit einräumten. Das Ergebnis war diesmal zweitrangig. Trotzdem wollte Eulen-Trainer Michel Abt sehen, ob seine Mannschaft das in der Vorbereitung erarbeitete Abwehrsystem auch im Spiel so umsetzt. „Wir wollten in der Abwehr einiges probieren. Ich finde, das hat schon recht gut geklappt“, meinte Haider. Der 26-Jährige gefiel wieder mit seinem enormen Durchsetzungsvermögen. Haider war im Angriffsspiel nicht zu bremsen. Dazu ist er auch in der Defensive ein Eckpfeiler.
„Es läuft nie über 60 Minuten wie ich mir das vorstelle. Es ging vornehmlich um die Abwehr, das war in Ordnung. Ich erwarte noch mehr Kommunikation“, meinte Eulen-Coach Abt. Auch die Angriffsleistung stimmte. Während beim HLZ Mihailo Illic und Yannik Polifka im Rückraum auf sich aufmerksam machten, war auf der anderen Seite Jannek Klein nicht zu bremsen. Der gebürtiger Rendsburger bewies mit sieben Treffern im rechten Rückraum, dass er seinen festen Platz dort zurecht hat.
Aber den größten Jubel bekam einer der Kleinsten im Team. Pascal Durak gelang auf der gleichen Position in einer Eins-gegen-Eins-Situation der Treffer zum 34:19. Da waren seine Kameraden auf der Bank aus dem Häuschen und applaudierten ihm. Da musste auch Cheftrainer Michel Abt grinsen. Ansonsten war der 32-Jährige nach dem zweiten Test für das erste Pflichtspiel Anfang Februar zufrieden. Dabei verzichtete Abt auf Stefan Salger (Erkältung) und Pascal Bührer (muskuläre Probleme).