Ludwigshafen BASF schafft Raum für neues Sicherheitszentrum
Zuerst wurden Bauzäune errichtet und dann rückten die Bagger an. Mehrere alte Gebäude der BASF entlang der Brunckstraße werden derzeit abgerissen. Unter anderem wird die ehemalige Werksambulanz dem Erdboden gleichgemacht. Die medizinische Einrichtung ist bereits vor einiger Zeit in das neue „Medical Center“ am Tor 7 umgezogen. Im September 2023 wurde das Zentrum eröffnet, in dem sich neben der Werksambulanz auch externe verschiedene fachärztliche und medizinische Einrichtungen, eine physiotherapeutische Praxis sowie eine Apotheke außerhalb des BASF-Geländes angesiedelt haben.
Auch das alte Gebäude des sogenannten Sichermacherzentrums an der Brunckstraße muss weichen. Dort hatte man sich mit der Frage befasst, wie Arbeitsunfälle im weltgrößten Chemiekonzern vermieden werden können. Das Trainingszentrum bot auf 1400 Quadratmetern Platz für Schulungen zum Thema Arbeitssicherheit. Das alte Gebäude dürfte vielen Anilinern bekannt sein: Allein 2018 haben dort rund 20.000 Mitarbeiter an Schulungen zu Sicherheit, Umwelt- und Gesundheitsschutz teilgenommen, wie der Konzern informiert. Das Zentrum existiert weiterhin und ist innerhalb des Werkgeländes in ein anderes Quartier umgezogen.
Pläne für Gefahrenabwehrzentrum
Hintergrund der aktuellen Abrissarbeiten, deren Fortgang Tausende Autofahrer im Vorbeifahren jeden Tag beobachten können: Die BASF schafft Platz für ein sogenanntes Gefahrenabwehrzentrum, wie der Neubau im Anilinersprech heißt. „Dort kommen die Werkfeuerwehr, die Umweltzentrale, die Standortsicherheit und die komplette Integrierte Leitstelle unter“, sagt eine Konzernsprecherin auf Nachfrage der RHEINPFALZ. In der Leitstelle werden alle Notrufe und Gefahrenmeldungen bearbeitet. Rettungsdienst, Werkfeuerwehr, Standortsicherheit und Umweltüberwachung arbeiten von hier aus im Ernstfall zusammen.
Diese Einrichtungen sollen in den Neubau umziehen und sind bisher auf dem Areal der Feuerwache Süd untergebracht, die 1923 eingeweiht wurde und gegenüber vom BASF-Besucherzentrum am Tor 2 liegt. Der Altbau wurde im Krieg bei Luftangriffen weitgehend zerstört und 1953 wieder aufgebaut. Weitere Hintergründe zu dem Neubauprojekt und der Umstrukturierung will der Chemiekonzern Ende Mai bekannt geben.