Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel BASF informiert wieder angehende Azubis

Ein duales Studium hat einen hohen Praxisanteil. Das wurde beim Info-Tag der BASF deutlich.
Ein duales Studium hat einen hohen Praxisanteil. Das wurde beim Info-Tag der BASF deutlich.

Endlich wieder Kontakt zu potenziellen Azubis – darüber haben sich die BASF-Ausbilder Jürgen Antz und Michael Pfeifer am Donnerstag gefreut. Beim ersten Schüler-Event seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie informierten sich zwölf junge Menschen beim Chemiekonzern über duale Ingenieursstudiengänge.

Ausbildungsmessen, Schnuppertage oder Informationsveranstaltungen in Schulen – in Zeiten von Corona mussten Arbeitgeber bei der Suche nach qualifizierten Auszubildenden neue Wege gehen. Telefonkonferenzen und Livestreams aus den Ausbildungswerkstätten sind dabei Instrumente der BASF. „Aber das persönliche Gespräch ist trotzdem nicht zu ersetzen“, erklärte Diana Umhauer aus dem Ausbildungsmarketing. Sie freute sich deshalb über die Rückkehr der Schüler ins Werk – wenn auch auf einer sehr überschaubaren Ebene.

Durch Hygieneregeln weniger Besucher

Dort, wo sich im Schülerlabor normalerweise Hunderte Eltern und Jugendliche drängen, sah es dieses Mal deutlich leerer aus. „Für die Ingenieursstudiengänge haben wir normalerweise eine Gruppe von 28 Leuten. Die haben wir, für die sichere Einhaltung der Hygieneregeln, noch einmal halbiert“, erklärte Organisatorin Edyta Piorek. Und weil kurzfristig zwei angemeldete Teilnehmer erkrankt zurückziehen mussten, blieben nur elf junge Männer und eine junge Dame, die sich für die Studiengänge Maschinenbau oder Elektrotechnik interessierten. „Eigentlich wären wir ausgebucht gewesen“, sagte Piorek.

Aber dafür war das verbliebene Dutzend tatsächlich sehr interessiert an den Informationen aus allererster Hand. Eletrotechnik-Studentin Cyxuan To und Maschinenbauer Jan Taus berichteten von den Anforderungen, aber auch ein bisschen aus dem Studentenleben an der Hochschule Kaiserslautern. „Es gibt da schon viele Möglichkeiten“, antwortete To lachend auf die Frage eines möglicherweise angehenden Kollegen. „Der Ruf von Kaiserslautern ist schon ziemlich trostlos“, sagte Christian Walter aus Ludwigshafen schmunzelnd. Der 18-Jährige hat sich bereits für Studiengänge in Kaiserslautern und Mainz interessiert, „und München will ich mir auch noch ansehen“. Wichtiger als das Umfeld seien aber die Lerninhalte und die späteren Aussichten. „Wenn mir etwas extrem zusagt, ist es mir auch egal, ob es ein Vollzeitstudium oder ein dualer Studiengang ist“, erklärte der Ludwigshafener selbstbewusst.

Viel Praxis neben der Theorie

Dabei warben die BASF-Ausbilder gerade für die optimale Verbindung von Theorie und Praxis und hatten dabei Fürsprecher unter den aktuellen Studenten. „Unser Vorteil ist es, dass wir alles in der Praxis ausprobieren können. Bei einem Vollzeitstudium bekommt man es nur erklärt“, nannte Taus den Hauptunterschied aus seiner Sicht. „Außerdem ist die Hochschule sehr übersichtlich. Man ist keine Nummer und die Professoren können gezielt auf den Einzelnen eingehen“, ergänzte To. So ähnlich wie auch beim Arbeitgeber. „Man ist fast von Anfang an mit dabei. Alles ist darauf ausgelegt, dass ihr sofort nach dem Studium auch als Ingenieure arbeiten könne“, bekräftigte Antz. Dafür liegt sogar der Studienstart im Mai teilweise noch vor den letzten Abiturprüfungen. „Das ist oft die größte Sorge“, berichtete Piorek. Aber auch dafür finden Arbeitgeber und Hochschule in der Regel eine Lösung.

Ein Vorteil haben die zwölf Interessierten im Bewerbungsverfahren im übrigen nicht. „Jeder muss den Onlinetest durchlaufen und wird im Anschluss zum vollständigen Bewerbungsverfahren eingeladen“, berichtete Piorek. Nur sind in diesem Fall wichtige Infos eben schon bekannt.

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